„Rheinischer Provinzial Preis“ an Toni Kroos Stiftung in Süchteln übergeben

Bereits zum 10. Mal würdigte die Provinzial Rheinland Versicherung mit dem „Rheinischen Provinzial Preis“ regionales Engagement. In diesem Jahr wurde die Toni Kroos Stiftung ausgezeichnet, die schwerkranken Kindern und deren Familien hilft aktiv am Leben teilzunehmen. Ein Teil des Preisgeldes verbleibt in Viersen. 
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen-Süchteln – Die Provinzial Rheinland Versicherung vergab erstmals im Süchtelner LVR-Festsaal in dieser Woche gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband (RSGV) den Rheinischen Provinzial Preis – Menschen füreinander. Menschen miteinander, der zum 175-jährigen der Versicherung ins Leben gerufen wurde.
Der Preis wurde zum zehnten Mal von der Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial Rheinland ausgelobt und ist mit 25.000 Euro dotiert. Mit ihm werden Personen ausgezeichnet, die sich für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sowie für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen besonders engagieren. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Toni Kroos Stiftung, die vor fünf Jahren gegründet wurde, nachdem der bekannte Fußballspieler in einem Krankenhaus mit seinem Verein Real Madrid schwerkranke Kinder besucht hatte.

v. l. Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes, Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland, Claudia Bartz, Geschäftsführerin der Toni Kroos Stiftung, Patric Fedlmeier, Vorstandsvorsitzender Provinzial Rheinland. Foto: Rheinischer Spiegel

Aktuell arbeitet die Kroos-Stiftung mit fünf Einrichtungen in Deutschland zusammen, darunter das Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland in Düsseldorf oder seit letztem Dezember das Kinderhaus in Viersen. Unterstützung finden die Einrichtungen finanziell, die Stiftung hilft zudem den Alltag der kleinen Patienten und die Teams zu erleichtern. Toni Kroos konnte aufgrund der aktuellen Corona-Situation an der Preisübergabe nicht persönlich teilnehmen, wurde jedoch per Videobotschaft hinzugeschaltet. „Die Stiftung ist für mich eine absolute Herzensangelegenheit. Sie ermöglicht mir selbst die Projekte auszusuchen, diesen Prozess hautnah mitzuerleben und selbst aktiv zu sein. Als Fußballspieler weiß ich, dass ein guter Teamgeist, ein gutes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Bedürfnisse wichtig sind, um Erfolge zu erzielen. Dies ist umso bedeutender für Familien, die auf Hilfe angewiesen sind, um mit der Krankheit ihrer Kinder zurechtzukommen. Ich freue mich sehr, dass ich für den Preis ausgesucht wurde.“

Das Preisgeld wird die Stiftung für drei Einrichtungen in der Region NRW verwenden, so wird die Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße in Köln ebenso vertieft wie mit dem Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf und dem Kinderhaus in Viersen, wo der Snoezelraum zum Wahrnehmen und Entspannen gerade erst eine zusätzliche Ausstattung erfahren hat.

Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes übergibt die Urkunde Corona-konform an Claudia Bartz, Geschäftsführerin der Toni Kroos Stiftung. Foto: Rheinischer Spiegel

Der Vorschlag zum diesjährigen Preisträger hatte Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbandes Rheinland, angestoßen. „Wir schenken Lebensfreude, das scheint Programm zu sein. Es geht um Menschlichkeit, es geht um Nähe und das ist immer verbunden mit persönlicher Begegnung – das hat uns sehr imponiert“, erklärt Lubek. „Wir beraten jedes Jahr zusammen, wir tauschen uns aus und uns ist dabei immer besonders wichtig, dass diese Aspekte von Menschlichkeit sich wiederfinden.“ Das Geld soll ankommen und nicht auf bürokratischen Wegen versickern, ergänzt Ulrike Lubek und zeigt sich sicher, dass dies hier der Fall wäre.

„Viersen liegt uns besonders am Herzen“, so Claudia Bartz, Geschäftsführerin der Toni Kroos Stiftung. „In Viersen haben wir eine Wohngemeinschaft von Kindern ‚für immer‘. Die Kinder werden sehr, sehr liebevoll betreut. Wir haben das Kinderhaus im letzten Jahr kennengelernt und gesehen, wo es noch klemmt. Wir haben dann das ganze Haus renoviert, neue Schränke angeschafft, das Letzte war jetzt der Snoezelraum, dass eben die Kinder, die immer da sind, einen schönen Raum zum Entspannen haben.“ Das Besondere sei der persönliche Kontakt zu jeder Familie, der geholfen wird. Die gesamten Verwaltungskosten und alles, was nicht direkt mit den Projekten zu tun hat wird von Toni Kroos persönlich finanziert. (ea)