Riesige Resonanz zur Rezum-Therapie – Telefonsprechstunde ließ Leitungen glühen

„Mit so einem Andrang haben wir wirklich nicht gerechnet“, sagte Dr. Knut Franke. Bei der Telefonsprechstunde zum Thema Rezum-Therapie waren der Chefarzt der Klinik für Urologie im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen und sein leitender Oberarzt, Dr. Ralf Ommeln, im Dauereinsatz.

Viersen – Sie beantworteten Fragen rund um die besonders schonende Therapie, bei der mit Wasserdampf gutartige Prostatavergrößerungen behandelt werden. Wegen der riesigen Resonanz soll es im Januar eine weitere Telefonsprechstunde geben.
Die Fragen der vielen Anrufer drehten sich vor allem um den Ablauf der Behandlung. Bei der Therapie wird über einen dünnen Schlauch durch die Harnröhre 104 Grad heißer Wasserdampf in die Prostata eingebracht. Dies führt zu einer Schrumpfung des Gewebes und abklingenden Beschwerden – etwa beim Wasserlassen.

Voraussetzung für eine Therapie sind eine Einweisung von Haus- oder Facharzt, Vorgespräche und Voruntersuchungen. Denn eingesetzt werden kann die Behandlung nur bei gutartigen Vergrößerungen. Die Therapie wird von der Krankenkasse übernommen, erfolgt stationär und meist unter Narkose. Drei bis vier Tage nach der Behandlung kann der Patient die Klinik wieder verlassen. Erste positive Effekte treten nach etwa zwei bis drei Wochen ein. Ein wichtiger Vorteil dieser Methode: In rund 95 Prozent der Fälle bleibt die Erektion und Ejakulation wie zuvor. Ein Risiko für eine mögliche Inkontinenz gibt es in der Regel nicht.

Standen bei der Sprechstunde per Telefon und Online-Chat für alle Fragen rund um die Rezum-Therapie im AKH Viersen Rede und Antwort (von links): der leitende Oberarzt, Dr. Ralf Ommeln, und Chefarzt Dr. Knut Franke. Foto: Carsten Preis