Rotary Club Viersen-Schwalm-Nette: Hilfe in Zeiten von Corona

Mit einer Spende von 4.000 Euro hat der Rotary Club Viersen-Schwalm-Nette angesichts der Corona-Pandemie jetzt bedürftigen Patienten im indischen Kalkutta geholfen.

Foto: Tobias Vogt

Viersen – Seit fast 20 Jahren schon unterstützt der Club den deutschen Arzt Dr. Tobias Vogt und die Krankenstation der German Doctors in der indischen Metropole. Der Club finanzierte in den Slums der Millionenstadt unter anderem Impfaktionen und Aufklärungsprogramme zur Empfängnisverhütung für junge Frauen. In der vergangenen Woche erreichte Clubmitglied Dr. Hans-Rudolf Milstrey, der den Kontakt nach Kalkutta hält, ein aktueller Hilferuf aus Indien. Wegen der Corona-Pandemie hat die indische Regierung die Ausgangssperre für die Bevölkerung um weitere drei Wochen verlängert.

Die Folge: Viele Tagelöhner können nicht mehr arbeiten und ihre Familien nicht mehr ernähren. In den Stützpunkten der Krankenstation werden deshalb seit einigen Tagen kostenlose Lebensmittelpakete an Familien verteilt, die dort wegen einer Tuberkulose-Erkrankung behandelt werden. Auch der RC Kolkata, der älteste Rotary Club Indiens, beteiligt sich an der Finanzierung.

„Wir haben nicht lange überlegt, als wir die Nachricht aus Kalkutta erhielten und das Geld sofort zur Verfügung gestellt“, sagt Rotary-Präsident Walter Hammes. Da die wöchentlichen Meetings des Clubs zurzeit nicht stattfinden können, informierte der Präsident die Mitglieder in der vergangenen Woche per Video-Konferenz. „Das war unser erstes Meeting dieser Art, weitere werden sicherlich folgen.“ Aus Kalkutta schickte Dr. Tobis Vogt am Ostermontag per E-Mail Fotos von der Verteilungskation und ein Dankeschön für die „spontane Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit.“