RSN sammelt für Nettetaler Martinstüten

Nachdem aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie das Martinsfest in Nettetal-Breyell abgesagt werden musste, sammelt die Firma RSN nun Spenden um eine Tütenausgabe möglich zu machen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Nettetal-Breyell – Der gemeinsame Zug durch die Straßen, die Erinnerung an traditionelle Lieder und die Teilung des Mantels wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie fast unmöglich. So musste zum Schutz vor weiteren Infektionen auch das Martinsfest in Nettetal-Breyell abgesagt werden. Für die Firma RSN aus Nettetal nachvollziehbar, aber eine Freude für die Kinder sollte es dennoch sein. Keine zwei Stunden nach Kenntnis der Absage riefen Maria und Sascha Hagenschneider kurzerhand eine Spendenaktion für Martinstüten ins Leben, der sich mittlerweile zahlreiche Spender angeschlossen haben.

Foto: Privat

„Wir wollen nichts unversucht lassen, um den Kindern ein Stück weit das Martinsfest zu retten“, so Sascha Hagenschneider. Die Spendenaktion findet ausschließlich über Sozial Media statt. Somit sei der Sicherheitsabstand in jedem Falle während der Sammlung gewährleistet.
Geldspenden werden, ohne Ausnahme, nur über den eigens eingerichteten Spendenpool angenommen um größtmögliche Transparenz für jedermann zu schaffen. „Wer hier etwas beitragen möchte, kann es unter https://paypal.me/pools/c/8tbN66W0fs machen. Dort ist auch für jeden sichtbar, der Spenden stand zu erkennen“, erklärt Hagenschneider, weitere Informationen zu Sachspenden und News werden auf Facebook (https://www.facebook.com/RSN.nettetal.charity) gesammelt.

Rund 660 Tüten sollen gefüllt werden, weshalb sich bereits einige alteingesessene und größere Firmen beteiligt haben. „Wenn etwas auf gewohntem Wege nicht funktioniert, heißt dies nicht, dass es unmöglich ist. Auf diesem Wege kann ich etwas für meinen Stadtteil tun. Und jeder Einzelne Beitragende beweist, dass es eine Gemeinschaft in Nettetal gibt, die auch in Krisenzeiten funktionieren kann, nur eben anders als gewohnt“, sagt der Initiator.
Die Tüten werden nach Absprache in die Einrichtungen gebracht, weitere Tüten können voraussichtlich am 7. November ab 14:00 Uhr auf dem „roten Platz“ am Lambertiturm abgeholt werden. Bei der Ausgabe der Tüten wird auch Bürgermeister Christian Küsters tatkräftig mit anfassen. Für jede Tüte wird eine Schutzgebühr von 2 Euro erhoben, der Erlös wird vollständig an eine Einrichtung in Nettetal gespendet. (dt)