Rund um die Galerie im Park ist ein „Skulpturlabor“ entstanden

Die nächste Ausstellung in der Städtischen Galerie im Park ist mittlerweile eröffnet, denn die Skulpturensammlung Viersen feiert ihren 30. Geburtstag. Unter dem Titel „Skulpturlabor“ hält nun die junge Kunst bis 4. August mit temporären Installationen Einzug in die Sammlung.

Viersen – Am Sonntag wurde sie eröffnet, die neue Ausstellung „Skulpturlabor“, nun erobern die von der Stadt Viersen und dem Verein für Heimatpflege eingeladenen Kunstschaffenden bis 4. August nicht nur die freien Plätze rund um die Galerie, sie stellen sich gleichzeitig in den Ausstellungsräumen mit ihren Werken vor. Beteiligt sind Künstlerinnen und Künstler, die zum Teil beim Start der Skulpturensammlung noch nicht geboren waren. Emil Walde, Rebekka Benzenberg sowie Lara Werth und Nadja Winkelmann studieren an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie ihre Ausbildung bei Gereon Krebber begannen. Sie entwickelten eigens für das „Skulpturlabor“ qualitätvolle Ideen.

Ebenso wie Ulrike Schulze, die ihre Arbeit aus Keramik und Farbe auf der grünen Wiese neben dem gigantischen Motorradhelm des Berliner Künstlers Achim Riethmann platziert. David Sempers einfühlsam mit Materialien und Raum agierende Werke ergänzen die Auswahl. Stefanie Klingemann und Justyna Janetzek steuern Außenarbeiten bei. Beide kennen Viersen als Stipendiatinnen des „Kunstgenerators“. Stefanie Klingemann verbrachte das Jahr 2009 in der Alten Lateinschule, wo momentan Justyna Janetzek lebt.

Foto: Rheinischer Spiegel

Die Bandbreite in und vor der Galerie im Park reicht von der Stahlskulptur bis zur Eierschale, vom Schrottplatz-Fund bis zur Strumpfhose, von der Eisplastik bis zur Videokunst, die auf überraschende Weise den Skulpturenpark in die Galerie hineinholt. Mit dem „Skulpturlabor“ beteiligt sich die Städtische Galerie erneut am Projekt „Stadtbesetzung“ des Kultursekretariates Gütersloh, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dreißig Jahre ist es her, dass 1989 mit der Aufstellung der Skulpturen von Erwin Heerich, Karl Horst Hödicke und David D. Lauer im Umfeld der Städtischen Galerie der Grundstock für die Skulpturensammlung Viersen gelegt wurde. Inzwischen umfasst dieses bedeutende Ensemble zeitgenössischer bildender Kunst, das auf Initiative des Vereins für Heimatpflege e.V. Viersen entstand und wuchs, zehn Werke namhafter Bildhauer von Mark di Suvero über Anthony Cragg bis hin zu Günter Haese und Wang Du.

Das „Skulpturlabor“ ist bis 4. August 2019 zu sehen. Am Sonntag, 14. Juli, können Interessierte ab 11 Uhr an einer Führung durch die Schau teilnehmen. Die Teilnahme kostet 3 Euro. Am Dienstag, 2. Juli, findet hier von 13 bis 13.30 Uhr der „Kunstimbiss in der Mittagspause“ statt. Der Preis beträgt 2 Euro pro Person. Die Städtische Galerie im Park hat die Anschrift Rathauspark 1. Sie öffnet dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Foto: Rheinischer Spiegel