S28 – Nein, Donk(e)! – Bürgerinitiative wehrt sich gegen die Reaktivierung der alten Bahntrasse

Mehr als 10.000 Bäume werden fallen, wenn die alte Streckenführung der S28 durch das Landschaftsschutzgebiet Neuwerk-Donk nach mehr als 50 Jahren reaktiviert wird. Gegen die Entscheidung kämpft die Bürgerinitiative „S28 – Nein, Donk(e)!“ und sammelt Unterstützerunterschriften.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Mönchengladbach-Neuwerk – Die Bürgermeister der Städte Mönchengladbach, Viersen und Willich sowie der Landrat des Kreises Viersen haben sich im Februar darauf verständigt sich gegenseitig bei Projekten im Schienenpersonennahverkehr zu unterstützen. Geplant ist dabei ebenfalls die Verlängerung der S28, für die die Reaktivierung der seit mehr als 50 Jahren nicht mehr genutzten Trasse geprüft wird. Hiergegen wehrt sich die Bürgerinitiative „S28 – Nein, Donk(e)!“ und hat eine Petition auf der Plattform „Openpetition“ ins Leben gerufen, die an den Mönchengladbacher Oberbürgermeister Felix Heinrichs gerichtet ist und welcher sich mittlerweile rund 1.000 Unterstützer angeschlossen haben.

Mit dieser Petition will die Bürgerinitiative den vollständigen Erhalt des Landschaftsschutzgebietes in Neuwerk-Donk erreichen, denn mit der Wiederinbetriebnahme der Trasse würden rund 10.000 Bäume in einem Landschaftsschutzgebiet der Säge zum Opfer fallen. „Wir sind für den Erhalt des Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiets Mönchengladbach Neuwerk-Donk, von mehr als 10.000 Bäumen, einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt und des Freizeit- und Erholungswertes“, so die Bürgerinitiative, die eine Strecke vom Kaarster See bis Viersen auf einer neuen Trasse befürwortet, damit die Ortsteile Willich, Schiefbahn, Neersen und Anrath optimal angebunden werden können.

„Ökologisch wichtigster Vorteil einer neuen Trasse im Norden ist der Erhalt der Landschaftsschutzgebiete sowohl in Mönchengladbach Neuwerk-Donk, als auch im Märchenwald Kreis Viersen“, so die Initiatoren weiter. „Mönchengladbach hat vor kurzer Zeit erst den Klima-Notstand ausgerufen. Dazu steht die Wiedereröffnung ökologisch betrachtet im Widerspruch. Der Schutz unserer klimarelevanten Ökosysteme muss endlich absolute Priorität haben!“ (ea)

S28 – Nein Donk(e) plant am Donnerstag 27. Mai 2121 eine coronakonforme angemeldete Demonstration!
Start: 15.00 Uhr Parkplatz Hochschule Niederrhein, Rheydter Straße, 41065 Mönchengladbach
Ziel: 17.00 Uhr Rathaus Rheydt- hier tagt auch ab 17.00 Uhr die Bezirksvertretung.

Mit dieser Petition will die Bürgerinitiative den vollständigen Erhalt des Landschaftsschutzgebietes in Neuwerk-Donk erreichen, denn mit der Wiederinbetriebnahme der Trasse würden rund 10.000 Bäume in einem Landschaftsschutzgebiet der Säge zum Opfer fallen. Foto: Rheinischer Spiegel

 

9 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen guten und aufschlussreichen Bericht. Über die Meinung der Politik haben Sie berichtete und jetzt kann ich die Meinung der Anwohner kennenlernen. Hierdurch kann sich jede seine eigene Meinung bilden.

  2. Dieser Artikel ist leider viel zu Einseitig und darauf, wie stark verzögert das Projekt werden könnte oder wie teurer es wird, das scheint egal zu sein. Oder wie realistisch es ist. Ne nur weil ein paar Hundert Umweltschützer denen eine Jahrzehnte lange Verzögerung Umweltfreundlicher ist als die Reaktivierung (ohne darüber nachzudenken wie man es bei der Reaktivierung umsetzen könnte) berichtet ihr ganz einseitig. Die Bedingung laut Heinrichs ist, das sehr stark auf Umweltschutz geachtet wird. Und ein Gutachten oder ähnliches gibt es hier auch nicht was die 10k belegt… Sehr traurig und dann wundert ihr euch warum Querdenker von Lügenpresse sprechen

    1. Guten Tag Herr R., Sie finden auf unserer Seite ebenfalls Berichte zur „anderen“ Seite der S28, es lohnt sich die Suchfunktion zu nutzen.

  3. Ein sehr guter und treffender Artikel. Es beschreibt sehr gut, wie sinnvoll eine Alternative Strecke wäre im Vergleich zu der alten Trasse. Wir müssen alle Fakten miteinbeziehen und nicht jetzt schnell eine S28 übers Knie brechen. Schnell ist nicht immer klug und gut durchdacht. @Dennis sie gehören auch zu diesen Querdenken bestimmt auch noch so ein Coronaleugner. Schade das manche die Augen vor dem Öffentlichen bewusst verschließen wollen.

  4. Ich freue mich über das Aufgreifen der Petition. Ich selbst bin Pro S28 und habe hier schon viel über die Entscheidungen der Kommunen gelesen. Gute Nachrichtenarbeit, wie hier bei Ihnen , muss beide Seiten zeigen.

  5. Danke für die Information über die Bürgerinitiative und die Aufklärung zu den Plakaten. Ich sehe sie auf dem Weg zur ARbeit und bin sehr interessiert an dem Bau der S28.

  6. Meines Erachtens wird mit dieser Petition der Egoismus einiger Anwohner befürwortet, wie man auch unschwer an den Kommentaren auf der Petitionsseite nach lesen kann. Wer mit Klimaschutz argumentiert, um den Individualverkehr dauerhaft zu erhalten macht sich unglaubwürdig. Man braucht mehr und besseren ÖPNV, die diesen Individualverkehr ersetzt und dieses Projekt wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Außerdem ist der elektrische Regionalverkehr kaum hörbar; das Lärmargument ist eine Farce.
    Aber nein, einige Anwohner hängen in Neuwerk neben Ihren dicken SUVs Banner auf, damit sie weiter ungestört ihr argentinisches Rindfleisch auf dem Weber-Grill im pflegeleicht angelegten Steingarten legen können.

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