SC Rahser siegte trotz ungenutzter Torchancen

Das Wetter prophezeite nichts Gutes für den SC Rahser, der bei Dauerregen zu Gast bei Güdderath II war – vor Ort erwartete sie ein durchgeweichter Aschenplatz, ein Ersatzschiedsrichter und eine stattliche Verspätung bis zum Anpfiff.

Viersen-Rahser – Der Schiedsrichter hatte am Tag zuvor abgesagt, ein Ersatz war nicht gefunden worden, der Aschenplatz war in den Augen des Rahser Trainers nicht bespielbar. Keine guten Vorzeichen für das Spiel am vergangenen Sonntag. Probleme, die es zu lösen galt, weshalb Ralf Lankes sich bereiterklärte das Spiel zu leiten, worauf sich beide Mannschaften einlassen konnten und auch wenn zunächst die Heimmannschaft den Aschenplatz bespielen wollte, änderte der hinzugerufene Staffelleiter den ursprünglichen Wunsch. Mit 45 Minuten Verspätung startete so das Spiel auf dem Rasenplatz – Güdderath machte von Beginn an Druck und versuchte in Führung zu gehen, nutzte die Unkonzentriertheiten und Stellungsspielfehler der Rot-Weißen aus.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Passenderweise in der Drangphase starteten die Rahsiaten einen Konter und schlossen diesen in Person von Benny Röber zum 0:1 erfolgreich ab. Für beide Mannschaften gestaltete es sich schwer auf dem tiefen Rasenplatz Fuß zu fassen, dies fiel den Gastgebern wesentlich leichter, die in der 18. Minute zum 1:1 ausglichen – ein katastrophales und zu passives Defensivverhalten der Gäste war vorausgegangen. Das Spiel wurde immer intensiver und härter, der nasse Platz lud scheinbar zu grätschen und risikofreudigem Einsteigen auf beiden Seiten ein. Wieder ein schneller Konter der Rahsiaten sorgte für die erneute 1:2 Führung durch Jens Meuwissen, der durch Daniel Schiffer stark bedient wurde. Doch auch diese Führung hielt nicht lange: drei Minuten später glichen die Güdderather erneut aus. Nur acht Minuten nach dem Ausgleich wurde jedoch erneut Jens Meuwissen geschickt und er ließ sich im Eins-gegen-eins mit dem Torwart nicht zweimal bitten, sorgte, mit seinem 6. Treffer im 6. Spiel, für die 2:3 Pausenführung.

In der Kabine der Gastmannschaft aus Viersen wurde es zur Halbzeit laut, doch die Kritik und klaren Worte des Trainers schienen dafür gesorgt zu haben, dass die Mannschaft defensiv besser stand und besser gegen den Ball arbeitete. Das Spiel plätscherte (wie das Wetter) vor sich hin und die Rahsiaten ließen keine wirklich klare Torchance zu, erspielten sich aber mehrere Chancen die jedoch ungenutzt blieben. So dauerte es bis zur 76. Minute als Robin Everschor eine Lücke in der gegnerischen Abwehrreihe sah und Jens Meuwissen den Ball in besagtes Loch spielte, auch diese Eins-gegen-eins-Situation nutzte der Rahser Stürmer aus und netzte zum 2:4 ein. Bereits vier Minuten später rutschte Rahser Keeper Pelzer, der zur Halbzeit für den angeschlagen Tim Venten ins Tor gegangen war, auf dem nassen Boden weg, wodurch ihm die abgefangene Flanke aus den Handschuhen rutschte und der gegnerische Stürmer schneller als die Defensive der Rahsiaten schaltete und auf 3:4 verkürzte. Güdderath war wieder erwacht und glaubte wieder daran dem Tabellenzweiten Punkte klauen zu können. Doch ein erneuter Konter der Rahsiaten wurde erfolgreich durch Özbay Ibramoglu abgeschlossen und die zwei Tore Führung für die Viersener war wiederhergestellt. Fast mit dem Schlusspfiff nutzten die Güdderather noch einen Eckball um auf 4:5 zu verkürzen, jedoch kurze Zeit später wurde das Spiel abgepfiffen. (Sebastian Schinkels)