SC Rahser zieht Resümee nach der Hinrunde

Mit „Dienstantritt“ des neuen Trainerteams wurde der SC Viersen Rahser weiterhin belächelt und die Zeitungsannonce mit der Überschrift „Die schlechteste Mannschaft Deutschlands“ kreiste immer noch in den Köpfen vieler umher.

Viersen-Rahser – Die Vorsaison hatte auch keine positiven Schlagzeilen gebracht: 19 Punkte aus 28 Spielen und eine Tordifferenz von -90. „Es war schwierig Neuzugänge zum Verein zu bewegen, neue Spieler zu bekommen, wenn die Statistiken der letzten Jahre zeigten, dass es meist in der unteren Tabellenhälfte den Kampf um Platz 15, 16 zu bestreiten hieß“, so der neue Trainer. Dennoch entschieden sich einige Neuzugänge an die Vorstellung und Ideen des Trainerteams zu glauben und wechselten an den Tuspi. Bereits in der Vorbereitung war abzusehen, dass es in diesem Jahr anders als in den Jahren zuvor werden sollte: Dort spielten die Jungs vom Tuspi nur gegen höherklassige Vereine (Ausnahme VFL Willich IV) und man „verkaufte sich“, zur Überraschung vieler, nicht deutlich schlechter als die Gegner.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

„Die Saison startete gut und aus den ersten sieben Spielen wurden 16 Punkte eingefahren, was, im Nachhinein betrachtet, der Mannschaft nicht gut tat. Der Schlendrian schlich sich ein, die Trainingsbeteiligung wurde unterirdisch und wir mussten feststellen, dass wir gegen die oberen Mannschaften nicht mithalten konnten. Diese „10-15%“ fehlten einfach, wodurch aus den nächsten fünf Spielen lediglich drei Punkte eingefahren wurden“, so das Trainerteam.
„Wir stehen dennoch gut und besser platziert, als viele uns zugetraut hätten.“ Wichtig ist dem Trainer-Duo das man außen merkt das der Club sich verändert hat: „Wir legen großen Wert auf Disziplin, wollen durch Fußball überzeugen. Zeigen, dass wir uns verändert haben und als sportlich faire Mannschaft auf und neben dem Platz agieren. Zwei Spieler kamen mit den disziplinarischen Maßnahmen nicht zurecht, wodurch sie des Kaders verwiesen wurden. Wir dulden keine Meckerei oder Pöbelei auf dem Spielfeld, das wird von uns NULL toleriert und hat Konsequenzen“, gibt Schinkels an. „Die bisherigen Verwarnungen und die gelb-rote Karte gegen Polizei resultierten aus Foulspielen. Das gehört zum Fußball dazu, im Gegensatz zur Meckerei mit dem Schiedsrichter, den Zuschauern oder den Gegenspielern.“

Man blickt zuversichtlich in die zweite Hälfte der Saison: „Es scheint sich rumzusprechen, dass etwas am Tuspi und innerhalb des Vereins passiert. Zur Rückrunde stoßen bereits drei neue Spieler zum Kader hinzu, wir bekommen von unseren Gegner positives Feedback über die sportliche Leistung und das Verhalten auf und neben dem Platz“, so der Trainer.
„Abschließend bleibt noch zu sagen, dass auch das Umfeld und die damit verbundene Zusammenarbeit mit dem Vorstand stimmig ist. Man versteht sich, kann ernste Themen ansprechen die zeitnah, je nach Möglichkeiten, auch berücksichtigt und erfüllt werden. Man kann zusammen Spaß haben und Fünfe mal gerade sein lassen. Als Trainer ist das ein gutes Gefühl zu wissen, dass der Vorstand 100 % hinter mir als Person und meinen Entscheidungen steht.“ (S. Schinkels)