Schnee sorgte für große Lücken auf dem Dülkener Schöppenmarkt

Er ist einer der ältesten deutschen Krammärkte, der Dülkener Schöppenmarkt. Seit 1847 zieht es in jedem Jahr Kaufinteressierte und Neugierige am Aschermittwoch zum Dülkener Ei, doch das Wetter machte erneut dem Markt zu schaffen. Nicht nur Besucher fehlten bis zum Mittag, ebenfalls geplante Aussteller hatten auf die Teilnahme verzichtet.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Dülken – Zu hohe Standgebühren und schlechtes Wetter, der Dülkener Schöppenmarkt hatte es wahrlich nicht leicht. Der Schnee hatte am Morgen den Schöppenmarkt am Aschermittwoch fest im Griff, erst am Mittag kam die Sonne zumindest zeitweise durch. Viele Ständen waren abgedeckt und ließen nur durch die Folie einen Blick auf die angebotenen Waren zu.

Nicht wenige Händler waren erst gar nicht erschienen oder hatten erst später aufgebaut – es lohnt sich bei einem solchen Wetter einfach nicht. „Es kann auch sein, dass ich gegen Mittag wieder abbaue“, erklärte der frierende Händler hinter seinen Messern. Kein Drängeln, kein Schieben, wie es eigentlich auf dem Alter Markt üblich wäre. Selbst vor den Ständen der bekannten Fisch- und Wursthändler bildet sich seltener eine Menschentraube, so war es bereits im vergangenen Jahr.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Zum Wetter kommen die Standgebühren, ergänzte die Dame mit den bunten Stoffen am benachbarten Stand. „Häufig stöbern die Besucher nur noch“, sagte sie und ihr Hände wanderten noch ein Stück tiefer in die Taschen. Wer sich umschaute bemerkte schnell: Die meisten Hände blieben leer unter den Regenschirmen, nur selten trug jemand eine Einkaufstasche.

Dennoch, zum Stöbern an den Krimskramsständen mit Kleinigkeiten, die es so eben nicht im Internet zu kaufen gibt, lud der Schöppenmarkt immer noch ein und auch positive Stimmen waren zu hören, als es sich ab Mittag etwas füllte. Zu wenig jedoch für den einen oder anderen Händler der gerne mehr verkauft hätte und nun seine Teilnahme im kommenden Jahr überdenken will. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz