Schützen im Rahser feierten ein „Nicht-Schützenfest“

„Rahser Schützen sind schon mitten in den Vorbereitungen zum Schützen- und Heimatfest 2020.“ So oder so ähnlich hätten die Notburga Schützen aus dem Rahser gerne das letzte Schützenfest für das Jahr 2020 im Bezirksverband Viersen-Mitte bereits vor einigen Wochen angekündigt.

Viersen-Rahser – Doch auch hier hat das Corona-Virus zugeschlagen und alle Veranstaltungen und somit auch der beliebte Dorfabend mussten in diesem Jahr abgesagt werden. „Nicht zuletzt wegen unserer sozialen Verantwortung unseren Gästen, aber auch unseren Schützenbrüdern und -schwestern gegenüber, ist es mehr als selbstverständlich, dass wir unser Schützenfest nicht feiern“, sagte Präsident Alexander Wassen jetzt in der Nachlese zum entgangenen Schützenfestwochenende.

v. l. n. r.: Fritz Häming mit der Standarte des Sappeurcorps, Marcel Dorsch, Fähnrich der St. Notburga Schützenbruderschaft mit der Bruderschaftsfahne, Präsident Alexander Wassen, Major Michael Mertens, König Christoph Oymanns, General Uwe Westermann
Christoph Hast mit der Standarte der Infanterie, Dominic Henskes mit der frisch renovierten Jugendstandarte. Foto: Martin Häming

„Wir haben aber als Zeichen der Hoffnung und aus Traditionsbewusstsein einige, markante Stellen im Rahser geschmückt“, ergänzte sein Vizepräsident und regelmäßiger Co-Moderator bei den Zeltveranstaltungen, Uwe Westermann. So wurde das Ehrenmal auf der Nauenstraße besonders herausgeputzt, mit einer Girlande geschmückt und die Schützenfahnen aufgehängt. Auch an der Kirche wurde geschmückt und auf der Sittardstraße wurde am Freitag der Zeltmaien mit der Bundes-, der Landes- und der Stadtfahne mit Unterstützung und im Einklang mit der Corona Schutzverordnung zu den Klängen des Viersener Tambour-Corps aufgerichtet.

Foto: Martin Häming

Sabrina Boeken, Jungschützenmeisterin der Notburga-Schützen erklärte stolz: „Auch die Jugend hat sich Gedanken zum „Nicht-Schützenfest“ gemacht.“ Ein kleines Zelt, eine so genannte Hundehütte, wurde von der Jugend mitten auf dem Festplatz, der sonst mit Festzelt und der beliebten Rahser Kirmes bestückt gewesen wäre, aufgebaut und der Festplatz kurzerhand zur Corona-freien Zone erklärt.

„Am Sonntagmorgen besuchten dann so viele Schützenbrüder und -schwestern wie es die Beschränkungen des Bistums und der Pfarre zuließen, die Gemeindemesse in Uniform und anschließend sind wir als Geschäftsführender Vorstand mit dem Königshaus und den Jugendmajestäten zum Ehrenmal gegangen, um auch unseren Toten zu gedenken“, sinnierte Präsident, Alexander Wassen wehmütig. „Aber wir wollen vorsichtig optimistisch in die Zukunft schauen und haben die Vorbereitungen für nächstes Jahr anlaufen lassen, weil wir davon ausgehen und hoffen, im Jahr 2021 am 4. Wochenende im August (28. – 31.08.2021) wieder in einem toll geschmückten Rahser und einem wohl gefüllten Zelt das Schützenfest 2020 nachholen und gleichzeitig das Schützenfest 2021 mit neuen gekrönten Häuptern feiern können“, sagte er abschließend.