Skateboardszene traf sich am Hohen Busch

Wer von Brettern, die die Welt bedeuten liest, denkt zunächst an das Theater. Doch in diesem Fall waren die Bretter sogar mit Rollen versehen und verbanden sich mit gekonnten Sprüngen mit dem urbanen Raum am Rande der grünen Lunge der Viersener Innenstadt.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Bereits zum 24. Mal lud das Jugendprojekt „Young Life“ des Jugendamtes gemeinsam mit der Skate Community zur Skateboard-Stadtmeisterschaft auf die Anlage am Hohen Busch ein. Teilnehmer aus ganz NRW nahmen erneut die Herausforderung an, die aufgrund der Wetterverhältnisse nicht einfach war. Der Regen sorgte für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad und sorgte letztendlich sogar dafür, dass der BMX-Contest für die angemeldeten 14 Starter abgesagt werden musste. In gemeinsamer Absprache soll dieser dann nachgeholt werden.

Bereits zum 24. Mal lud das Jugendprojekt „Young Life“ des Jugendamtes gemeinsam mit der Skate Community zur Skateboard-Stadtmeisterschaft auf die Anlage am Hohen Busch ein. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Insgesamt 57 Skater traten am vergangenen Samstag an der Skate Plaza in fünf Kategorien an, darunter eine Wertungsgruppe für Skaterinnen, die allerdings erneut mit sieben Teilnehmerinnen in der Unterzahl waren. Kein leichtes Unterfangen und trotzdem konnten die Zuschauer beeindruckende Darbietungen begleiten, während auf der Bühne DJ Luca (E.O.S. & Patriarca Events), DJ Brainbak (Elements of Style Berlin) sowie DJ PhatLiB (Rindujun Records) für Stimmung, Mr. Le‘s Foodtruck für das leibliche Wohl oder das Deutsche Rote Kreuz Viersen für die Gesundheit sorgten.

„Insgesamt war die Stimmung bis zum Ende positiv, trotz der regelmäßigen Schauer konnte die Strecke immer schnell dank vieler Helfer getrocknet werden“, so Marie Reinartz. Und tatsächlich, selbst die Zuschauer griffen zu Laubbläsern und Wasserschiebern – eine starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig auch bei einem Wettkampf unterstützt.

Insgesamt 57 Skater traten am vergangenen Samstag an der Skate Plaza in fünf Kategorien an, darunter eine Wertungsgruppe für Skaterinnen, die allerdings erneut mit sieben Teilnehmerinnen in der Unterzahl waren. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Gewagte Sprünge oder besondere Stunts, die 730 Quadratmeter große Vollbetonanlage bietet mittlerweile seit 2017 Curbs, Rails, Speedbumps und Rampen für Anfänger und Profis. Nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer sogar weite Anreisen in Kauf genommen haben. Direkt drei Moderatoren begleiten die Sprünge auf das Rail oder entlang der Flat Gab, die von begeistertem Applaus honoriert werden.

Abteilungsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienförderung, Daniel Kruppa, hat den Skateboard-Contest mit initiiert. Es ist bereits einige Jahre her, dass dieser in Süchteln stattfand und für das Neubaugebiet weichen musste. Wer den ersten, damals noch inoffiziellen Wettkampf mitzählt, der hätte an diesem Wochenende eigentlich bereits ein Jubiläum feiern können, aber das wird dann im nächsten Jahr offiziell gefeiert.

Abteilungsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienförderung, Daniel Kruppa (l.), hat den Skateboard-Contest mit initiiert. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Bei der Gruppe der „Rookies“ (unter 12 Jahre alt) überzeugte Caspar Schneider (8) aus Mülheim die fachkundige Jury, bei den Girls setzte sich Charlotte Malchin (13) aus Düsseldorf durch. Aus Bonn angereist zeigte gekonnt Friedrich Pabst (14) aus Bonn in der Gruppe 13 – 16 Jahre mit seinem Können begeistern, während Matthias Flentje (32) aus Lobberich in der Gruppe ab 17 siegte. In der Gruppe der gesponserten Fahrer, die profimäßig starten, siegte Patrick Wenz (33) im „eigenen Wohnzimmer“, schließlich hat der Schwalmtaler als Mitarbeiter der Jugendsporteinrichtung „Die Insel“ die Skate Plaza am Hohen Buch mit konzipiert. (cs)

Gewagte Sprünge oder besondere Stunts, die 730 Quadratmeter große Vollbetonanlage bietet mittlerweile seit 2017 Curbs, Rails, Speedbumps und Rampen für Anfänger und Profis. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming