SL NaturEnergie will Windkraft am Süchtelner Stadtrand nutzen

Die ersten Bauelemente sind bereits vor Ort, die Arbeiten schreiten voran. Mit einer Höhe von 135 Meter sollen die zwei entstehenden Windenergieanlagen der SL NaturEnergie am Süchtelner Stadtrand in jedem Jahr rund 5.000 Haushalte mit Energie versorgen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen und Leo Dillikrath

Viersen-Süchteln – Schon seit dem Altertum nutzen Menschen den Wind um Energie aus der Umwelt für technische Zwecke nutzbar zu machen. Während die Kornmühlen oder Sägewerke im Laufe der Zeit immer mehr verschwanden, hat die Erzeugung von elektrischer Energie mit Windkraftanlagen einen umfassenden Stellenwert innerhalb der Stromerzeugung eingenommen.

Bereits Ende 2019 waren weltweit Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von rund 651 Gigawatt installiert worden, die bis 2017 verfügbaren Anlagen waren in der Lage etwa 5,6 % des weltweiten Strombedarf zu decken.
Rund 5.000 Haushalte sollen in Zukunft auch die beiden Windenergieanlagen mit Strom versorgen, die aktuell von dem Windenenergie- und Photovoltaikunternehmen SL NaturEnergie mit Sitz in Gladbeck zwischen Süchteln und Vorst entstehen. Das Projekt selbst ist kritikbehaftet, seit Bekanntwerden klagen betroffene Anwohner gegen den Bau und die Inbetriebnahme.

Mit einer Nabenhöhe von 135 Meter, dem Abstand zwischen Fundamentsockel und der „Nasenspitze“ der Anlage, sowie einer Leistung von jeweils vier Megawatt, werden die Windräder des Anlagentyps Enercon E-126 EP3 in jedem Jahr 16 Millionen kWH Strom liefern. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mit einer Nabenhöhe von 135 Meter, dem Abstand zwischen Fundamentsockel und der „Nasenspitze“ der Anlage, sowie einer Leistung von jeweils vier Megawatt, werden die Windräder des Anlagentyps Enercon E-126 EP3 in jedem Jahr 16 Millionen kWh Strom liefern. Eine Besonderheit bietet der Aufbau der Anlage, denn am Süchtelner Stadtrand kommt ein Modularer-Stahl-Turm zum Einsatz, der in Einzelteilen angeliefert wird. Für den Bauherren hat dies den Vorteil, dass für die elf Segmente eines Turms kein Schwertransport erfolgen muss. Mit einem großen Kran werden die Elemente aufeinandergesetzt und miteinander verschraubt, bevor Gondel und Flügel montiert werden. Die Inbetriebnahme ist noch in diesem Jahr geplant.

Das Gladbecker Unternehmen wurde vor mehr als zwanzig Jahren durch Klaus Schulze Langenhorst gegründet, der auf dem elterlichen Hof bereits 1996 seine erste Windenergieanlage in Betrieb nahm. Mittlerweile gehören der SL NaturEnergie fast 30 Mitarbeiter sowie über 170 erneuerbare Energieanlagen an über 30 Standorten in NRW an. (dt)

Eine Besonderheit bietet der Aufbau der Anlage, denn am Süchtelner Stadtrand kommt ein Modularer-Stahl-Turm zum Einsatz, der in Einzelteilen angeliefert wird. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

5 Kommentare

  1. Endlich mal ein Bericht ohne die Polemik Information gegen Rechtsstreit. Danke! Wir wohnen in der Nähe und haben uns dem Kampf nicht angeschlossen. Jeder will umwelfreundlichen Strom “ aber nicht in meinem Garten “ .

  2. Von den derzeitigen Problemen, die mit dem Bau der beiden Anlagen verbunden sind, schreiben sie nichts. Nicht von den wehrhaften Bürgern oder dem Genehmigungsverfahren und auch nicht vom Rechtstreit um den Betrieb. Eine sehr einseitige Berichterstattung…beinah Werbung.

  3. Wir wohnen in Vorst und sind Pro Windräder und freue uns!
    Wir beobachten gespannt den Fortschritt und den Bau.

    Ich finde es auch gut das hier den Windradgegnern keine weitere Plattform geboten wird.

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