Sommer- und Winterbrauchtum feiern zusammen

Seit über 20 Jahren wird in der Karnevalssession ein Abend mit dem Bezirkskönigshaus und dem Prinzenpaar gefeiert. Initiator dieses Abends war damals der Technische Direktor Ulli Hillekamp vom Krankenhaus Maria-Hilf.

Mönchengladbach – So traf man sich nun zum 5. Mal in der Klosterkirche Neuwerk, wo dieser Abend unter dem Motto „und dann die Hände zum Himmel“ stand. Dieses Lied, gesungen von „MGsingt.de“, war der Anfang der Heiligen Messe, die von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst und Pfarrer Manfred Riethdorf zelebriert wurde. Horst Thoren bat darum, dieses Musikstück noch einmal zu wiederholen, damit die Besucher es dann kräftig mitsingen konnten.

Am Altar Platz genommen hatten die Standarten des MKV, getragen von Dominik Winkels, und des Bezirksverbandes der Schützen, getragen von Heinz-Josef Katz, der dieses Amt schon von Anfang an in jedem Jahr ausgeübt hat.

Vor der Kollekte nahm Horst Thoren Heinz-Josef Katz die Husarenpelzmütze vom Kopf, um damit in den ersten beiden Reihen Geld für die Kollekte einzusammeln. Es dauerte eine Weile, bis er sie zurück bekam, allerdings ohne seinen Reiherbusch. Den durfte dann später seine Ehefrau ihm wieder aufstecken.

Kurz vor Ende der Messe bat Horst Thoren den MKV-Ehrenvorsitzenden Bernd Gothe nach vorne zum Altar. Da die beiden viele Jahre gemeinsam dieses Abends mitverantwortlich waren, überreichte Thoren Gothe eine Holzfigur, wobei er scherzhaft meinte, dass man bei genauem Hinsehen ein Spiegelbild von Gothe erkennen könne.

Nach der Heiligen Messe wurden die Gäste in das Refektorium der Salvatorianerinnen eingeladen, um dort im wunderschön geschmückten Saal gemeinsam zu feiern und zu essen.

Den Auftakt dieses Abends machte die Jugendgarde der KG Uehllöeker Neuwerk. Ihr Tanz beinhaltete das Leben des kleinen Drachen Tabaluga, der auf der Welt war um Freunde zu finden. Zuerst kamen die kleinen Bienen, aber das war nichts für Tabaluga, denn die mussten zu viel arbeiten und hatten wenig Zeit für ihn. Dann marschierten die Pinguine auf, aber das war ihm zu kalt. Ein Schneemann mit einem Schlüssel in der Hand versprach Tabaluga, dass dies der Schlüssel zur Macht sei und alles möglich mache. Zum Schluss betrat dann eine Prinzessin die Bühne, mit der er glücklich werden wollte. Fazit dieses Tanzes war, dass er nicht nur neue Freunde gefunden, sondern auch viel gelernt habe.

Das Kinderprinzenpaar Lukas und Lara war das Erste, das zu diesem Abend eingeladen war. Lukas war besonders begeistert, weil er zusammen mit seinem Vater, der König in der Bruderschaft Neuwerk ist, auf der Bühne stehen konnte. Lara fand es besonders toll, weil sie im Krankenhaus Neuwerk geboren wurde und ihre Mutter, Prinzessin Verena des letzten Jahres, hatte ihr schon erzählt, wie schön dieser Abend immer ist.

Bei ihrem Prinzenpaarlied tanzten sogar die Ordensschwestern mit und das Bezirkskönigshaus mit Walter Dunkel und den Ministern Stefan Pitsch und Silke McCoy. Vortänzer war Prinz Dirk, der die einzelnen Bewegungen vormachte. Anschließend gab Horst Thoren den Ordensschwestern einen neuen Namen und zwar Blüh-auf-Sisters aus Neuwerk.

Gert Kartheuser, der 1. Vorsitzende des MKV, bedankte sich auf besondere Weise für die Einladung. Jede Schwester erhielt einen kleinen MKV-Clown, der mit Pralinen gefüllt war. Natürlich wurde auch der MKV-Orden an die leitenden Herren des Krankenhauses Neuwerk verliehen und für Pfarrer Johannes van der Vorst gab es den limitierten Nik-Ebert-Orden.

Auch Horst Thoren hatte ein Präsent für die Schwestern parat. Er betonte, dass im schönsten und größten Wohnzimmer ein Schrank mit diversen Geschenken der Schützen stehe. Aber es fehlt noch ein Krug mit den 12 Aposteln. Hierin müssen 12 verschiedene Getränke gemixt werden und jede Schwester darf dann einen Schluck nehmen.

Bernd Gothe, im letzten Jahr noch MKV-Boss, hatte den Ordensschwestern versprochen, mit ihnen eine Fahrt zum Hännes‘chen-Theater nach Köln zu machen. Das war leider im letzten Jahr nicht geschehen, aber er wolle sein Versprechen halten und diese Fahrt in jedem Fall noch in diesem Jahr mit ihnen durchführen.

Prinz Dirk und Prinzessin Martina waren begeistert von der tollen Messe und dem anschließenden gemütlichen Teil. Es freute die beiden, dass das Sommer- und Winterbrauchtum so viel Spaß macht. Aus der Hand von Thoren erhielt Martina dann die Euro-Lilly, die sich von Schützen-Lilly dadurch unterscheidet, dass sie ein blaues Kleid trägt.

Rolf Königs, Präsident von Borussia Mönchengladbach, überreichte als Gastgeschenk einen geschnitzten Fußballer an Schwester Esther Strauß.

Traditionsgemäß tritt schon seit vielen Jahren an diesem Abend die Original Tanzgruppe Kölsch Hännes’chen auf. Jeder Einzelne von ihnen verkörpert auf der Bühne einen kölschen Charakter des 18. und 19. Jahrhunderts, eine Personen aus altem Liedgut oder eine Figur des Hännes‘chen-Theaters. So wird bei jedem Auftritt immer wieder aufs Neue jede einzelne Rolle mit Leben gefüllt. Hierbei steht neben dem tänzerischen Ausdruck auch die schauspielerische Darstellung im Vordergrund.

Jede Ordensschwester erhielt zum Abschluss einen Hännes´chen Schal, auf den sie alle stolz waren.

Hier muss dem gesamten Team des Klosters Neuwerk gedankt werden für die super Bewirtung und das vorzügliche Essen. (Text: Marlene Katz)