Spatenstich zur ersten U-Bahn-Station in Viersen ist erfolgt

Die seit 2018 bekannten Planungen zum Viersener U-Bahn-Netz nehmen Gestalt an. In den vergangenen Tagen starteten die Bauarbeiten für die erste Station an der Freiheitsstraße, die den Mittelpunkt eines Umsteigebahnhofes bilden wird. 
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Die Hinweise auf die Strecken sind aufgestellt, nun beginnen die Arbeiten an den ersten Stationen der Viersener U-Bahn-Linien. Mit dem neuen U-Bahn-Netz sollen die Stadtteile Alt-Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim unter anderem direkt mit der Düsseldorfer Kö, dem Kölner Dom und der Venloer Innenstadt verbunden werden.

Bis November 2018 hatten die Verantwortlichen die Pläne fest unter Verschluss gehalten. Erste Planungen erfolgten nur hinter verschlossenen Türen. Dann waren durch einen bürokratischen Fehler die Pläne nach außen gelangt und Google Maps übernahm die geplanten U-Bahn-Stationen. Für den aktuell schlafenden Wahlkampf während der Corona-Pandemie, kristallisiert sich der Bau der U-Bahn in Viersen bereits seit Bekanntwerden als wichtiger Faktor für die Entscheidungen der Wähler heraus.
An der Freiheitsstraße wird nun die erste U-Bahn-Station entstehen, die zunächst mit der Dülkener Narrenmühle verbunden wird. Diese wird aktuell in einem niederländischen Restaurationsbetrieb umfassend saniert, um als Eingangsbereich der gegen Ende des Jahres geplanten Station das erwartete hohe Aufkommen an Fahrgästen gewährleisten zu können.

Foto: Google Maps Screenshot aus November 2018

Mehrere Milliarden Euro nimmt die Verwaltung hierfür in die Hand, weshalb die bereits erfolgte Gewerbesteuererhöhung nach aktuellen Stimmen aus dem Planungskreis weitere Anhebungen nach sich ziehen wird. Diese unerwarteten Kostenfaktoren entstanden während der letzten Planungen, da die Station Freiheitsstraße zu einem Umsteigebahnhof erweitert werden soll. Unter der Freiheitsstraße entsteht in den kommenden Jahren ein T-förmiger Bahnhof als Kreuzungspunkt der Linien nach Dülken und Süchteln.

Die U7/8 erhält einen Mittelbahnsteig in 15 Meter Tiefe unter der Straßenoberkante, die Linie U6 wird über einen Seitenbahnsteig in sechs Meter Tiefe zugänglich sein. Die Deckelbauweise soll das Flair des berühmten U-Bahnhofs Unter den Linden von Berlin nach Viersen tragen, weshalb aktuell gleichzeitig mit dem Bau der Station mit einer Tunnelbohrmaschine die Herstellung der ersten Streckentunnel erfolgt. (S. A. Tire/dt)


Viersen: Behörden vergeben Bauauftrag für U-Bahn-Netz


Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Liebe Leser, tatsächlich ist der Google-Maps Sceenshot ebenso echt wie das aktuelle Bild der Freiheitsstraße Viersen, aber ein U-Bahn-Netz wird es wahrscheinlich nicht geben. Wer auch immer die Busverbindungen als U-Bahn-Strecke umgezeichnet hat, hat aber für einen Lacher gesorgt. Herzlichen Dank dafür sagt Pocke – Ihr Satiremagazin.


RS-Redakteur Dietmar Thelen schrieb bereits während des Studiums Satiren für die Uni-Zeitung. Seine Leidenschaft galt von seinen Jugendjahren an dem amerikanischen Mad-Magazin, welches seit seinem Gründungsjahr 1952 über Politik, Gesellschaft, Film und Fernsehen auf seine ganz eigene Weise berichtet. Seit Anfang 2017 ist er fester Redakteur des Rheinischen Spiegels, betreut hier unter anderem das 2018 gegründete hauseigene Satiremagazin „Pocke“ und schlägt damit einen Bogen zurück zu seinen journalistischen, satirischen Anfängen.