Spendenbetrug: Mönchengladbacher (41) sammelte für seine angeblich an Leukämie erkrankte Tochter

Aktuell ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach gegen einen 41-jährigen Mönchengladbacher, der in den vergangenen Monaten auf betrügerische Weise Spendengelder in Höhe eines fünfstelligen Betrages gesammelt hat.

Foto: Steve Buissinne

Mönchengladbach – Der Verdächtige stellte Bilder seiner 4-jährigen Tochter ins Internet und rief zu einem Spendenaufruf auf, damit er die Behandlung ihrer angeblichen Leukämieerkrankung finanzieren könnte. Neben Privatpersonen spendeten auch Vereine und bei diversen Veranstaltungen wurden Spendenaktionen durchgeführt, um die laut Aufruf benötigte Summe von 15000 Euro zusammen zu bekommen. Bereits im November 2017 war bei der Polizei eine Anzeige eingegangen, in welcher die Existenz des Kindes und dessen Erkrankung angezweifelt wurde.

Der 41-Jährige wurde mit diesem Vorwurf konfrontiert und erbrachte entsprechende Belege, die augenscheinlich zunächst die Richtigkeit seiner Angaben bestätigten. Dieses Ermittlungsverfahren wurde mangels eines hinreichenden Tatverdachts durch die Staatsanwaltschaft eingestellt. Mit der Zeit gingen weitere Hinweise auf ein betrügerisches Vorgehen des Beschuldigten ein, worauf Staatsanwaltschaft und Polizei die Ermittlungen wieder aufnahmen. Mittlerweile ist bestätigt, dass der Verdächtige zwar eine Tochter aus einer vorherigen Beziehung hat, diese jedoch gesund ist und niemals an Leukämie erkrankt war.

Der Mann hatte den Verfolgungsbehörden keine echten Belege sondern Fälschungen vorgelegt, um diese zu täuschen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft erfolgte bei dem Tatverdächtigen eine Wohnungsdurchsuchung nach Beweismitteln. In den vergangenen Tagen sind bei der Polizei mehrere Strafanzeigen gegen den Mann erstattet worden. Die Ermittlungen wegen Betruges und Urkundenfälschung dauern an. (ha)