St. Georgs-Pfadfinder sammelten für Bedürftige in Viersen

In Pfadfinderuniform und passendem Halstuch, je nach Gruppe von orange bis grau, wuselten am Samstag rund 25 Pfadfinder, von der Gruppe der Wölflinge bis hin zur Leiterrunde der St. Georgs-Pfadfinder, durch den Eingangsbereich des Viersener Realmarktes, die fleißig die Einkaufenden auf ein besonderes Projekt aufmerksam machten. „Kauf eins mehr“ heißt die Aktion, die in diesem Jahr erneut stattfand und mit der Lebensmittel für die Viersener Tafel gesammelt wurden.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Immer häufiger sind auch in Viersen Menschen von Not betroffen und die Armut wächst. Während noch 2002 in Deutschland 12,7 Prozent der Bevölkerung laut des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung in Armut oder an der Armutsgrenze lebten, waren es 2017 bereits 15,7 Prozent – knapp 13 Millionen Menschen und die Dunkelziffer wird als wesentlich höher eingeschätzt.
Betroffen sind vor allem alte und kranke Menschen, Arbeitslose und Niedriglöhner sowie kinderreiche Familien und Alleinerziehende, so liegt die Armutsquote bei Kindern bei über 19,7 Prozent.

Eine wachsende Zahl von Menschen sind deshalb auf die Tafeln angewiesen, welche die Nachfrage meist nur noch knapp bewältigen können. Umso wichtiger sind unterstützende Projekte, wie die Sammelaktion der St. Georgs-Pfadfinder Viersen, mit der im Realmarkt an der Kanalstraße Lebensmittel gesammelt wurden. Unter dem Motto „Kauf eins mehr … für die Bedürftigen in Viersen“ kamen in den letzten Jahren so schnell eine Tonne und mehr Lebensmittel an diesem einen Tag zusammen. Haltbare Lebensmittel, die die Tafel an die Menschen übergibt, die sich in jeder Woche an der Hohlstraße in Viersen melden. (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel