St. Irmgardis-Krankenhaus ist nach DIN ISO 9001 re-zertifiziert

Zum zweiten Mal ist das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln nach der international anerkannten Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2015 und pCC zertifiziert worden.

Freuen sich für das gesamte Team des St. Irmgardis-Krankenhauses über die erneute Zertifizierung (v.l.): Kerstin Gommers, MTRA / Leitung Röntgen, Dr. Christian Maciey, Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Britta Gruhn, Pflegedirektorin. Foto: St. Irmgardis-Krankenhaus

Viersen-Süchteln – Die Zertifizierung gilt sowohl für den kompletten Klinikbereich als auch für das Alterschirurgische Zentrum, die ambulante kardiologische Rehabilitation und die Krankenpflegeschule. Damit bescheinigten die Auditoren dem Haus, dass die Patientenbehandlung den festgelegten Qualitätskriterien entspricht.

„Die Zertifizierung ist eine Standortbestimmung aller Abläufe. Wir freuen uns sehr, dass wir sie erneut in allen Bereichen bestanden haben. Für die Patienten bedeutet es, dass sie bei uns verlässliche und sichere Behandlungsprozesse erhalten“, erläutert Dr. Kai Platte, Ärztlicher Direktor. „Unsere Mitarbeiter bekamen von den Auditoren eine offene und ehrliche Gesprächskultur bescheinigt“, freuen sich Geschäfts¬führer Dr. Conrad Middendorf und Kaufmännischer Direktor Thomas Becker. Chefarzt Hanns-Peter Klasen und Oberärztin Dr. Lumturije Preniqi, die für die Re-Zertifizierung des geriatrischen Bereichs verantwortlich zeichneten, sind stolz auf die bestandene Überprüfung. Die Auditoren bescheinigten dem St. Irmgardis-Krankenhaus eine stabile und sich weiterentwickelnde Patientenversorgung.

Verantwortlich für das Qualitäts-Management (QM) im Haus ist Stefan Klintsaris als QM-Beauftragter. Er hat – gemeinsam mit der Projekt-Steuerungsgruppe sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Bereichen des Hauses – auf die Re-Zertifizierung hingearbeitet. Die Mitarbeiter hatte er durch viele Gespräche und interne Audits auf diese Prüfung vorbereitet. Alle Abläufe – von der Aufnahme bis zur Entlassung eines Patienten – wurden überprüft. Hygienethemen, vor allem die Patienten- und Mitarbeitersicherheit, geraten vermehrt in den Fokus einer Zertifizierung. So werden die Arzneimittelversorgung, der Umgang mit medizinischen Geräten sowie die Einhaltung von Vorgaben bei Operationen und Untersuchungen verschärft betrachtet. Inhalt des Audits waren auch Themen wie „Festlegung und Regelung von Verant¬wortlichkeiten und des Informationsflusses“ sowie die „Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen“ und die „Durchführung von Personalschulungen“.

„Die DIN ISO-Zertifizierung ist ursprünglich für die Industrie ausgelegt gewesen. Deshalb mussten bei uns im Krankenhaus einige „Übersetzungsleistungen“ getätigt und diverse Prozesse neu installiert werden“, berichtet Stefan Klintsaris. Bei der Überprüfung wurde deutlicher Wert auf Abstimmung sowohl interner als auch externer Prozesse, beispielsweise bei Kooperationen mit Ärzten und anderen Krankenhäusern, gelegt. Dabei wurde überprüft, ob die beschriebenen Strukturen und Abläufe auch in der Praxis umgesetzt werden.

Jährlich kommen die Auditoren zu einem Förderaudit ins Haus. „Das ist von Vorteil, denn die Prozesse werden durch das Direktorium für das abgelaufene Jahr betrachtet und bilden die Basis für die Aufgaben des nächsten Jahres. Die Weiterentwicklung wird deutlich gemacht“, erläutert der QM-Beauftragte. „Denn überprüfte Abläufe erhöhen die Sicherheit der Patientenversorgung.“
Der Auditbericht bestätigte, „dass klare Rahmenkonzepte sowie eine langfristige Strategie vorliegen. In gemeinsamen Sitzungen (Planungs-konferenzen) werden strategische Ziele abgestimmt und stringent nachverfolgt. Im Zusammenhang mit der weiteren Profilierung des Geriatrischen Schwerpunktes, wie auch im Zuge der Eingliederung einer eigenen anästhesiologischen Abteilung, haben sich Impulse für die Aktualisierung und Weiterentwicklung der bestehenden Prozesse ergeben.“

Durch die kurzen Prüfungs-Intervalle bleibt der Verbesserungsprozess im Gang, die Mitarbeiter werden eingebunden und beteiligen sich aktiv daran. „QM-Arbeit geht nur, wenn sich die Mitarbeiter vor Ort mit einbringen“, betont Stefan Klintsaris. „Denn sie müssen die Richtigkeit und die Verbesserungspotenziale überprüfen.“ Dass dies bisher gut funktioniert, zeigt die bestandene Zertifizierung.