St. Konrad Schützengilde Grenzweg 1958 e.V.: 60 Jahre und kein bisschen leise

Ihr Jubiläum feierte die St. Konrad Schützengilde Grenzweg 1958 e.V. mit Freunden, Bruderschaften und vielen Gästen an der Niers mit einem zünftigen Schützenfest.

Foto: Martin Häming

Viersen/Willich – Es war ein besondere Jubiläumsjahr für die Schützen am Grenzweg und das, obwohl sich kein König fand. Ohne „großes“ Königshaus vertraten gekonnt Steffen Gillessen als Jungschützenkönig (Gruppe Edelweiß) und Oliver Reiners (Tellschützen) als Schülerprinz die St. Konrad Schützengilde. Ihnen zur Seite standen die Minister Christian und Simon Schroers (Gruppe Edelweiß), Königsoffizier Fabian Albrecht (Grenadiere), Fiona Reiners (Die Zaubermäuse) und Marie Meskes (Tellschützen).

Mit der Unterstützung befreundeter Gastvereine setzte den Startschuss eine Zeltparty am Freitag, bevor es am Samstag traditionell mit dem Schützenfall im Festzelt weiter ging. Mit einer bewegenden Kranzniederlegung und einem großen Zapfenstreich am Sonntag gedachte die Bruderschaft gefallenen sowie verstorbenen Seelen, und auch die große Parade, begleitet vom Viersener Tambour Corps 1925 e.V., zeige auch ohne König die fantastische Vielfalt der Bruderschaft mit ihren einzelnen Gruppen auf. Die Bruderschaft bewies erneut vorbildhaft, wie der „königliche Nachteil“ ins Positive gedreht werden kann und wie die Tradition auch in manchmal schwierigen modernen Zeiten einen hohen Stellenwert einnimmt. Ein starker Zusammenhalt, auf den auch bei den Ehrungen ein Blick erhascht werden konnte. Nicht nur die Bruderschaft selbst, auch die Fahnengruppe hatte einen Grund zum Feiern, durfte sie doch mit 50 Jahren runden, mit dabei zudem die Gruppe Rabauken mit einem stattlichen 30-jährigen Jubiläum.

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Dabei seien die Jubilare nicht vergessen, denn bereits seit zehn Jahren begleiten die Bruderschaft Frank Fippinger (Mac Alt), Rene Recken (Mac Alt), Daniel Scholtes und Simon Schroeres (Edelweiß). Mitglied der Bruderschaft sind seit zwanzig Jahren Wolfgang Dörenkamp und Jochen Höck (beide Mac Alt). Seit dreißig Jahren aktiv ist Ansgar Grotenrath (Edelweiß) und seit mittlerweile fünfzig Jahren Gerd Latzke (Küppen). Seit dem Gründungsjahr allerdings sind direkt vier Mitglieder dabei. Karl Ingenrieth (Küppen), Kurt Manns, Detlef Mersmann und Josef Klonisch (alle Fahnengruppe). Zwei von ihnen gehören hierbei zu den Gründungsmitgliedern. Kurt Manns, Ehrenpräsident und Josef Klonisch, Ehrenmitglied begleiten auch heute immer wieder die Fahne und besuchen regelmäßig Gastschützenfeste mit der Fahnengruppe.
Die Ehre des St. Sebastianus Ehrenkreuzes wurde Guido Meskes (Die Buure) zuteil, der seit vielen Jahren aktiv die St. Konrad Schützengilde Grenzweg 1958 e.V. unterstützt.

Seinen Abschluss fand das Schützenfest an der Niers am gestrigen Monat bei einem gemeinsamen Erbsensuppenessen am Morgen und beim Dorfabend am Abend. Dazwischen eine weitere Tradition, für die die Schützen am Grenzweg bekannt sind. Auch wenn es in diesem Jahr keine Königsburg mit Nierswasser zu erstürmen gab, die Wasserspiele, in die sich natürlich die bekannten Mehlbomben geschmuggelt hatten, ließen sich die Schützen nicht nehmen. „Denn die Kleinen sollen nicht darunter leiden, dass die Großen keinen König ausgeschossen haben“, so Präsident Jürgen Latzke. „Doch im nächsten Jahr stehen die Zeichen auf Sturm.“ Die Aussicht wäre positiv und es gäbe bereits erste Überlegungen von angehenden Interessenten auf das Königshaus. (dt)

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Foto: Martin Häming/Rheinischer Spiegel