St. Martins-Verein Boisheim: 472 Weckmänner und leuchtende Kinderaugen

In diesem Jahr hat der St. Martins Verein Boisheim nochmals seine Nikoläuse aufstocken müssen. Insgesamt waren zehn Heilige, begleitet von Knecht Ruprecht, unterwegs. Sie machten Kindern und Senioren eine unvergessliche Freude.

Viersen-Boisheim – In Boisheim und der Dülkener Umgebung huschten am Abend des Heiligen Nikolaus rot gekleidete Männer mit einem schwarzen Schatten durch die Straßen. 243 Kinder und 200 Senioren galt es zu überraschen, dazu hatte der St. Martins-Verein Boisheim 10 Teams mit Niklaus und Knecht Ruprecht zusammengestellt.

Ein wenig gruselig wirkte Knecht Ruprecht, als er sich am heiligen Nikolaus vorbeischob, doch auch wenn der Gehilfe so finster aussah, getan hat er nichts, ein freundliches Lächeln leuchtete unter der dunklen Kutte. Die verschiedenen Gestalten des Knecht Ruprecht haben ihren Ursprung in spätmittelalterlichen Zeiten. Seit dem 16. Jahrhundert, verstärkt im 17., kursierten Flugblätter mit Schreckfiguren, die als zusätzliches Mittel der elterlichen Erziehung die Kinder zu Frömmigkeit mahnten. So ganz hat er diese Funktion auch heute nicht verloren. Im Vordergrund jedoch stand traditionell der heilige Nikolaus, der im roten Umhang den Kindern eine Freude machte. Für diese Freude hatte der Verein 472 Weckmänner besorgt, die durch ganz unterschiedliche Veranstaltungen über das Jahr hinweg finanziert wurden. (cs)

Foto: privat

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