St. Martins-Verein Boisheim: Zehn Nikoläuse verteilten 563 Weckmänner

In Boisheim und der Dülkener Umgebung huschten am Abend des Heiligen Nikolaus rot gekleidete Männer mit einem schwarzen Schatten durch die Straßen. 330 Kinder und 201 Senioren galt es zu überraschen, hierfür hatte der St. Martins-Verein Boisheim zehn Teams mit Nikolaus und Knecht Ruprecht zusammengestellt.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Boisheim – Ein wenig gruselig wirkte Knecht Ruprecht, als er sich am heiligen Nikolaus vorbeischob, doch auch wenn der Gehilfe so finster aussah, getan hat er nichts, ein freundliches Lächeln leuchtete unter der dunklen Kutte.

Die verschiedenen Gestalten des Knecht Ruprecht haben ihren Ursprung in spätmittelalterlichen Zeiten. Seit dem 16. Jahrhundert, verstärkt im 17., kursierten Flugblätter mit Schreckfiguren, die als zusätzliches Mittel der elterlichen Erziehung die Kinder zu Frömmigkeit mahnten. So ganz hat er diese Funktion auch heute nicht verloren.

Im Vordergrund der bereits seit Jahren stattfindenden Aktion des St. Martins-Vereins Boisheim jedoch stand traditionell der heilige Nikolaus, der im roten Umhang den Kindern eine Freude machte. Für diese Freude hatte der Verein 563 Weckmänner besorgt, die durch ganz unterschiedliche Veranstaltungen über das Jahr hinweg finanziert wurden. (cs)

Foto: St. Martins-Verein Boisheim