Steinschlangen erobern die Herzen in der Corona-Pandemie

Kleine und große, bunt gefleckte oder gestreifte Steine. In der ganzen Region entstehen Steinschlangen, die von Künstlern aller Altersstufen gefördert und erweitert werden. In Süchteln-Dornbusch oder Niederkrüchten lassen sich bereits die wunderbaren Kunstwerke bestaunen, welche ein Zeichen wärend der Corona-Pandemie setzen wollen. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Süchteln/Niederkrüchten – Noch ist sie kurz, die Dornbuscher Steinschlange am Honk Poal, an der Kreuzung Dorfstraße/Barionstraße, doch sicher ist, sie wird in den kommenden Tagen wachsen. Die bunt bemalten Steine sind allerdings keine Wandersteine, die jeder mitnehmen kann. Diese Steine sollen liegen bleiben und ein Zeichen setzen während der Corona-Pandemie. „Sie sollen zeigen, wir sind nicht allein, wir halten zusammen“, lächelt Angelika Müller, die mit ihrer sechsjährigen Tochter einen Stein in Niederkrüchten ablegt. „Wir denken an unsere Freunde und Familie und wir halten uns an die Maßnahmen, damit wir bald wieder zurück in unseren normalen Alltag können.“

Während die Steinschlange in Süchteln-Dornbusch noch bis zur Kirche oder zum Dahnestift wachsen will, haben die Steinschlangen in Niederkrüchten bereits viele Meter hinter sich gebracht. An der KiTa „Unter’m Regenbogen“ Elmpt war die Schlange während der Ostertage auf stattliche 297 Steine angewachsen. Hier sind nicht nur bemalte Natursteine zu sehen, die Kindertagespflege Luftikus hat sogar Steine gegossen und bemalt.

Die Reihe, die mit dreißig Steinen am Kindergarten „Raupe Nimmersatt“ in Overhetfeld begonnen hat, ist mittlerweile ebenfalls ein Sammelsurium bunter Kunstwerke. Sicher ist, viele Steinschlangen werden folgen, den immer mehr kleine und große Maler finden Gefallen daran. Mitmachen darf übrigens jeder – also ran an die Stifte. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel