Sturmbilanz: Tiere blieben trotz Schäden im Wildgehege – Angegriffene Fichten-Bestände weiter ausgedünnt

Die Städtischen Betriebe haben nach dem Durchzug des Orkantiefs „Sabine“ am Wochenende eine erste Bilanz gezogen. Danach sind die vom Wind verursachten Schäden deutlich hinter dem zurückgeblieben, was nach früheren Stürmen befürchtet worden war.

Viersen – Im Stadtbereich sind wenige Bäume umgefallen. Außerdem wurden einige Bäume vom Sturm so stark bewegt, dass sie möglicherweise die Verbindung zu wichtigen Wurzeln verloren haben. Diese „angeschobenen“ Bäume werden in den nächsten Tagen kontrolliert. Dabei wird überprüft, ob sie noch standsicher sind. Genaue Zahlen kann die Stadt erst vorlegen, wenn diese Überprüfungen abgeschlossen sind.

Die Bäume im Bereich der Sportplätze wurden kontrolliert. Hier sind keine Gefahrenstellen festgestellt worden. Die Plätze sind für den normalen Sportbetrieb geöffnet.
Im Wald sind vor allem etliche Fichten umgefallen. Die Bestände sind bereits durch Trockenheit und den Borkenkäfer stark angegriffen und entsprechend anfällig für Sturmschäden. Insgesamt sind nach den Feststellungen der Städtischen Betriebe überwiegend nur einzelne Bäume umgestürzt. Flächige Ausfälle wie bei früheren Stürmen hat es dagegen nicht gegeben.

Am Wildgehege wurde der äußere Zaun durch umgestürzte Bäume beschädigt. Diese Schäden wurden sofort beseitigt. Alle Tiere sind weiterhin in den Gehegen. Auf den Friedhöfen der Stadt sind keine Ausfälle bei den Bäumen festgestellt worden.
Die Hauptwirkung des Sturms waren ausgebrochene Äste. Diese werden in den kommenden Tagen beseitigt, soweit sie eine Gefahr bilden. Die Stadt rät, auch mit Blick auf den weiterhin starken Wind, in den nächsten Tagen den Wald möglichst zu meiden. Generell ist in der Nähe von Bäumen Vorsicht angesagt.

Die Feuerwehr Viersen hat in der Nacht zum Montag, 10. Februar 2020, noch zwei sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. In Dülken und Alt-Viersen war jeweils ein Baum umgestürzt. Wehrleute der hauptamtlichen Wache beseitigten Äste, die die Fahrbahn blockierten. Beide Einsätze dauerten weniger als eine Viertelstunde. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Viersen am Sonntag und Montagmorgen knapp 20 Einsätze als Folge des Sturmes. Alle Alarmierungen konnten zügig bearbeitet werden. Das Konzept, die Gerätehäuser frühzeitig zu besetzen, hat zu der schnellen Erledigung beigetragen. Bewährt hat sich auch der Einsatz von Erkundern, die für ein zuverlässiges Lagebild sorgten. Rund 150 Kräfte der Feuerwehr Viersen waren aufgrund des Sturmes am Sonntag aktiv.

Die Feuerwehr Viersen beobachtet weiterhin die Entwicklung der Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung inzwischen von „Unwetter“ auf „markantes Wetter“ herabgestuft. Bis Mittwoch bleibt es danach stürmisch. Der Wind lässt aber allmählich nach.