Süchteln: Aufmerksame Sparkassenmitarbeiterin verhindert Trickbetrug

Es ist kaum zu glauben, zu welchen Mitteln Telefonbetrüger greifen, um ihre Opfer unter Druck zu setzen. Es ist schwer zu ertragen, welche Grenzen die Täterinnen und Täter immer wieder überschreiten, um Menschen um ihr Hab und Gut zu bringen.

Viersen-Süchteln – Die Betrüger geben ihren Opfern sogar eine Geschichte vor, was sie sagen sollen, falls andere Menschen kritisch nachfragen. Gut, dass es aufmerksame Menschen gibt! Gut, dass diese auch mehrmals kritisch nachfragen, die richtigen Schlüsse ziehen und umsichtig handeln. Am gestrigen Dienstagnachmittag erschien eine 81-jährige Dame aus Süchteln bei der Filiale ihres Geldinstitutes und bat um Auszahlung eines hohen Geldbetrages. Die aufmerksame Mitarbeiterin hakte nach, wofür denn das Geld bestimmt sei? Die sehr aufgeregte Dame schilderte sodann, dass ihr Sohn in einem Krankenhaus liegen würde und das Geld für die Behandlung bestimmt sei.

Die Seniorin schilderte weiter, dass sie mit einem angeblichen Arzt telefoniert habe, der den Sohn behandele. Der Sohn sei an Corona erkrankt und man könne ein Medikament, was in Deutschland aber noch nicht zugelassen sei, über die Berliner Charité besorgen. Der Arzt habe quasi stündlich bei ihr angerufen und bei kritische Fragen der Seniorin den Druck erhöht: „Es geht hier um Leben und Tod! Wenn Sie Ihrem Sohn nicht helfen, hat er keine Chance mehr!“ Derart eingeschüchtert, fuhr die Dame schließlich mit einem Taxi zum Geldinstitut.

Nachdem die Sparkassenmitarbeiterin die Frau beruhigte, informierte sie die Polizei. Bei einem Rückruf konnte der Sohn erreicht werden. Es geht ihm gut. Die Seniorin schilderte später, dass der Anrufer ihr aufgetragen habe, sie solle bei der Bank sagen, das Geld würde für die Anschaffung von Möbeln benötigt. Der Dank der Polizei gilt der umsichtigen Sparkassenmitarbeiterin, die hier den Betrug in letzter Minute verhinderte. /wg (961)

Quelle: Polizei Viersen