Süchteln: Unmut über Jugendliche auf dem Spielplatz Weberstraße

Neben der Rutsche und im hellen Sand fallen die Zigarettenkippen, Flaschenkorken sowie Glasscherben sofort auf. Der Spielplatz an der Süchtelner Weberstraße ist kein beliebtes Ziel mehr für Kinder, wird von Jugendlichen als Aufenthaltsplatz genutzt. Ein Anwohner übt Kritik an der Stadt Viersen, denn nicht nur, dass nichts an der Situation getan werden würde, auch Möglichkeiten für Jugendliche würden fehlen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Süchteln – Gegen Jugendliche hat Walter H. nichts (der Name wurde von der Redaktion geändert, der Anwohner möchte anonym bleiben), er selbst hat zwei Kinder, auch wenn sie noch kleiner sind. Er würde sich vielmehr freuen, dass ein Nebeneinander mit seinen Kindern möglich wäre. Doch immer wieder kommt es zu unangenehmen Situationen, denn die Jugendlichen randalieren, vermüllen den Spielplatz und zerschlagen Glasflaschen, die zu einer Gefahr für die kleineren Kinder werden. Dazu kommt es in den Abendstunden immer wieder zu Lärmbelästigungen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Dabei liegt der Spielplatz an der Weberstraße ideal eingefasst von Häusern und Zäunen am Rande des Neubaugebietes. Ein Hinweis des Stadtdirektors (tatsächlich ist das Schild bereits viele Jahre alt) zeigt an, dass der Spielplatz nur von Kindern bis 14 Jahren und bis 19:00 Uhr genutzt werden darf.
„Die Rutsche, eine Schaukel, das Drehgerüst oder der vergammelte Sand lassen allerdings nicht darauf schließen, dass die Stadt Viersen sich wirklich für die Kinder interessiert“, sagt Walter H. Die Probleme hätte er bereits angezeigt, geändert hätte sich nichts. Hierzu übt er offene Kritik an der Stadt, denn es fehlten die Möglichkeiten für Jugendliche dieser Altersstufe in Süchteln. Auch hierzu hat er bereits Gespräche geführt, irgendwann hätte er es aufgegeben.

„Ich fühle mich nicht ernstgenommen und wünsche mir, dass die Süchtelner jemanden wählen im kommenden Jahr, der sich wirklich für Kinder interessiert und keine hohlen Phrasen wiedergibt.“ Besonders die Bodenverunreinigungen wären nicht mehr tragbar und nach den Freitag- und Samstagabenden seien die Spuren der Partys nicht zu übersehen. „Ich war selber jung, doch es muss alles im Rahmen bleiben“, so Walter H. „Für ein friedvolles Miteinander müssen jedoch auch Plätze für diese Altersstufen geschaffen werden. Attraktive Spielplätze für junge Kinder und Aufenthaltsplätze für Jugendliche.“
Da hilft es auch nicht, dass der Verwaltungsgerichtshof entschieden hat, dass Anwohner Anspruch darauf haben, dass die Kommune die missbräuchliche Nutzung von Spielplätzen unterbindet. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel