Süchtelner Festausschuss lud zum Frühschoppen und die Jecken kamen gerne zusammen

In Süchteln stimmten sich die Jecken närrisch beim Frühschoppen auf den bevorstehenden Orkan ein. Ein facettenreiches Programm und gute Gespräche ließen die Wartezeit auf „Sabine“ wie im Flug vergehen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Süchteln – Erneut waren beim Frühschoppen des Festausschusses Süchtelner Karneval 1960 e. V. Karneval die Kleinen ganz groß, die das bunte Programm des Tages eröffneten und sich die Herzen des Publikums sicherten. Prinzessin Mia I. und Prinz Ben I. ließen sich ihren Moment gemeinsam mit der kleinen Tanzgarde der Brook Müerkes nicht entgehen und freuten sich sichtlich über die begeisterte Zustimmung der närrischen Gäste.
Das ursprüngliche Programm erhielt direkt mit dem zweiten tänzerischen Highlight des Tages eine Pause, denn die Eickener Karnevalsgesellschaft Schöpp op von 1935 hatte sich in ihr Ornat in rut un wiess „geschmissen“ um die jecken Gäste tänzerisch zu erfreuen, bevor es dann ebenfalls in rot mit der Boisheimer Ki Ka Kai a weiterging. Der jüngste Nachwuchs verzauberte ebenso wie die erfahreneren Tänzerinnen, der gemeinsame Auftritt fand seinen Höhepunkt jedoch mit dem Gesang von Jenny Uhing, die eine zauberhafte Version von „Nie mih Fastelovend“ darbrachte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Im eigenen Saal ließ sich zudem das Süchtelner Prinzenpaar den Auftritt nicht nehmen, die mit ihrer Gesellschaft „Süchtelner mit Herz“ ebenfalls mit Lara und Leonie eine Darbietung mitbrachten, an die sich die Süchtelner Tanzgarde mit ihrem Showauftritt „Romeo und Julia“ anschloss. Längst waren die Karnevalisten auch am Sonntagmorgen in ihrem Element angekommen, als Detlef Belk und Werner Jungblut, ein weiteres Prinzenpaar auf der Bühne willkommen heißen durften. Das Schönste, was Alt-Viersen zurzeit zu bieten hat, war noch nicht zurück in die Heimat, die Schweiz, geflogen, sondern hatte gerne Zeit für die Süchtelner Jecken genommen. „En Viersche es emmer jet los“, ihr Sessionsmotto brachten Rudi I. und Fabienne I. gerne mit, bevor dann erneut ein heimisches Gewächs „ut Soetele“ so hoch die Beine schmiss, dass man fast neidisch werden konnte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Tanzmariechen Sina Otten heizte die Stimmung an und übergab das hervorragend gelaunte Publikum zurück an Viersen, vielmehr an Gesamtviersen. Die Grosse Viersener Karnevalsgesellschaft mag zwar nur Viersen im Namen tragen, ist jedoch die einzige gesamtstädtische Gesellschaft der Vierstadt und gern gesehener Gast mit der eigenen weiblichen Tanzgarde. Wie weit das närrische Netzwerk reicht, zeigte sich zudem mit dem Dreigestirn aus Dormagen. Im vergangenen November proklamierte die KG Blau-Weiß Thalia Delhoven zu ihrem 13 × 11-jährigen Jubiläum ein rein weibliches Dreigestirn, das am vergangenen Wochenende gerne auf der Süchtelner Bühne zu Gast war.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mit dem Prinzen (Melanie Gimborn), dem Bauern (Sabrina Leube) und der Jungfrau (Brigitte Schecht), startete die Gesellschaft nämlich nicht nur in die aktuelle Session – Jungfrau Brigitte ist zudem die dritte aus der Familie Oistrez, die den närrischen Thron innehält. Hubert Oistrez, ihr Bruder und Präsident der GVK, hatte bereits 2002 die königliche Narrenkappe in Süchteln aufgesetzt, 2013 war Bruder Klaus in Köln proklamiert worden.
Hinzu kam ein weiteres der Gastgeschenk „der Blauen“, denn die GVK ließ zudem die Fauth Dance Company Teens die Bühne im Josefshaus erobern. Längst hat diese Gruppe bewiesen, dass der Nachwuchs der Tanzschule Fauth gesichert ist. Trainiert von Lisa-Marie Wirtz, Antonia Heitmann und Katarina Therés steht für die Mädels die diesjährige Session ganz unter dem Motto „Airline“.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Nach mehr als vier Stunden ausgelassenem Programm endete der Frühschoppen übrigens ebenfalls mit einem Auftritt aus Viersen. Die KG Hoseria 1950 e. V., die gerade erst ihren neuen Herzträger gekürt hatte, bereitete vor auf das letzte i-Tüpfelchen des Tages, welches von keinem Tanz und keiner Musik begleitet wurde. Übergeben wurden mit großer Freude unter anderem durch den Spender, Gastwirt Helmut Schatten, der Spendenbetrag des diesjährigen Möhrenschälens mit 1.222,22 Euro jeweils zur Hälfte an den Kindergarten Heidweg und die Franziskusschule Süchteln. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

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