Shockwarts war nichts für schwache Nerven

Eine Schlange erwartungsvoller Besucher hatte sich schon vor Öffnung der gruseligen Kulisse in der Süchtelner Hugo-Heckers-Siedlung gebildet. Stefanie Dally und ihr Team hatten in den letzten Wochen alles für das Halloween-Horrorfest vorbereitet und das Ergebnis war wahrlich nichts für schwache Nerven.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Viersen-Süchteln – Dieses Jahr wartete ein besonderes Highlight auf die Halloween-Fans in der Süchtelner Hugo-Heckers-Siedlung, denn bereits zum fünften Mal bauten Stefanie Dally und ihr Lebensgefährte Andy Moors mit rund zehn Begeisterten das Shockwarts-Horrorlabyrinth auf, welches mittlerweile Besucher aus der ganzen Region anzieht. Zum Thema hatten sie in diesem Jahr Harry Potter auserkoren, hatten die Geschichte mit schaurigen Untoten verbunden. Aus Styropor, Holz und Farbe war erneut ein einzigartiges Kunstwerk entstanden, ein schauriges Kunstwerk für nur einen einzigen Abend, denn die private Initiative öffnet nur an Halloween und auch dann nur für wenige Stunden.

Die Besucher waren selbst teilweise im Halloween-Style verkleidet und es interessierte die Meisten zumindest nicht, dass die Schlange der Wartenden immer länger wurde, die Wartezeit teilweise zwei Stunden betrug. Die Stimmung war auch am Ende noch mit freudiger Erwartung verbunden. Tanja (24) und Mike (27) Scheibert waren bereits früh eingetroffen und konnten mittlerweile ihr Eintreten an den vorher Stehenden herunterzählen. „Es war schon vor zwei Jahren ein tolles Abenteuer“, so Tanja Scheibert, deren Wange selber eine große kunstvolle Narbe zierte. „Ich habe bestimmt eine Stunde dafür gebraucht“, lachte sie, „da möchte ich mir gar nicht vorstellen wie viel Arbeit in einem solchen Projekt steckt.“ Im letzten Jahr hatte Stefanie Dally ausgesetzt mit den Halloween-Bauarbeiten, eine Entscheidung die sie selber das ganze Jahr verfolgt hatte – dafür war das mittlerweile fünfte Labyrinth-Jubiläums-Jahr nochmals fantastischer.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Bereits am Eingang begrüßten der fast originalgetreue Shockwarts-Express, Hagrids Haus und das Gleis 9 ¾ die mit Spannung erfüllten Besucher, danach warteten überraschende, gruselige Details, Flaschen mit Zaubertränken, Zauberbesen, Eulen in Käfigen und eine detailreich gestaltete Winkelgasse von der Straße bis in den Garten hinein. Albus Dumbledore zog kunstvoll seine Feder und Lord Voldemort lehrte das Fürchten.
Wer am Ende seine Nerven bei der kostenfreien Attraktion, die sich über eine Spende freute, beruhigen musste, für den standen Waffeln und Kakao bereit – und wer bereits am Anfang wusste, dass er keine Nerven wie Stahlseile hatte, der konnte an der Kinderrunde teilnehmen ohne bedrohliche Zombies in einer dunklen Ecke. Im nächsten Jahr soll es weitergehen und die Halloween-Fans können sich sicher sein, dass sie nach dem ersten Schritt wieder eine ganz eigene gruselig spannende Welt betreten werden. (nb)



Auf gruseligen Pfaden durch die Sittarder Winkelgasse