Super uHu-Sitzung in Rheydt

Seit vielen Jahrzehnten veranstalten das Amt für Altenhilfe und der Mönchengladbacher Karnevalsverband (MKV) zwei Karnevalssitzungen für die Senioren (unter Hundert) in der Stadt. Die Erste fand in der Stadthalle Rheydt statt und viele Gäste freuten sich auf das abwechslungsreiche Programm.

Mönchengladbach – Unter den Klängen der Fanfaren-Trompeten Schöpp op zogen die „Alten Säcke“, die Altkarnevalisten der ehemaligen Stadt Rheydt, die neu gegründete Junioren-Traditionsgarde, Janie Boms-Homann als Präsidentin und Bernie, das Maskottchen des MKV in die voll besetzte Halle ein.

Nach dem Tanz der Traditionsgarde, die aus 20 Mädchen aus 11 Karnevalsgesellschaften besteht und von Dagmar Gaden, der Leiterin für den Fachbereich Kinder-, Jugend- und Schulkarneval, ins Leben gerufen wurde, begrüßte Janie Boms-Homann den Fachbereichsleiter Altenhilfe der Stadt Mönchengladbach, Stephan Küppers nebst Gattin, die Sozialdezernentin Dörte Schall sowie den Ehrenvorsitzenden des MKV, Bernd Gothe mit Gaby.

Timo Schwarzendahl, ein junger aufstrebender Sänger im Kölner Karneval, bewies mit seinen Liedern, auch die hier vertretene Generation mit ins Boot zu nehmen, indem er auch ältere Lieder vortrug, die von den Besuchern kräftig mitgesungen wurden.

Diese Sitzung stand unter einem guten Stern, denn es war ein Engel erschienen und zwar „Engel Hettwich“, eine Büttenrednerin mit ganz viel Herz. Sie erzählte von einer Kohlsuppen-Diät und einem Wellness-Wochenende, bei deren Vortrag kein Auge trocken blieb.

Wenn der Ehrenvorsitzende Bernd Gothe und der 1. Vorsitzende Gert Kartheuser sich auf die Bühne begeben, hat das wohl einen besonderen Grund. Dieser war, einen alten Karnevalisten, der mit 91 Jahren immer noch fit ist, zu ehren und zwar Gerd Engels von der KG Schwarz-Gold Odenkirchen. Als Anerkennung für seine langjährigen Verdienste um den Karneval erhielt er den großen MKV-Orden. Insgesamt zählte der anwesende 11er-Rat 870 Jahre.

Die Rheer Knöppkes aus der Großen Rheydter Prinzengarde zeigten ihren Tanz, der in einem Puppenmuseum stattfindet, nachdem sich die Türen für die Besucher geschlossen hatten. Wenn es Zeit für die „Puppen“ ist, wieder schlafen zu gehen, zeigt ihnen normalerweise Mia, das kleinste Mitglied der Knöppkes, eine Uhr und damit ist dann der Tanz beendet. Leider war Mia aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei. Schade!!!

Für richtige Stimmung sorgten dann die Garderottis, ebenfalls ein Gewächs der Großen Rheydter Prinzengarde. Sie heizten den Besuchern in ihren schottischen Kilts so richtig ein und alle sangen und machten mit.

Ein weiterer Programmpunkt stand an, auf den sich die Gäste besonders freuten und zwar die Geschwister Schmitz von der KG Schwarz-Gold Rheydt. In jedem Jahr fällt ihnen etwas Neues ein, wie sie Parodie mit Musik in Einklang bringen. Vor allen Dingen sind es die ständig wechselnden Outfits, die immer wieder für wahre Lachsalven sorgen.

Der Höhepunkt auch einer uHu-Sitzung ist der Besuch der Prinzenpaare. Zuerst zogen Kinderprinzenpaar Lukas und Lara mit ihrer Garde auf die Bühne. Lukas, mittlerweile auch eine kleine „Rampensau“ geworden, freute sich ganz besonders, diese Sitzung einmal als Prinz besuchen zu dürfen.

Lara war trotz ihrer Erkältung zu diesem, für sie wichtigen Termin gekommen und wünschte den Besuchern für die restliche Session noch viel Spaß. Janie Boms-Homann hatte dann eine spontane Idee und ließ einen Blumenstrauß an die Oma von Lara, die sich ebenfalls im Saal befand, durch eben Lara überreichen. Beim Kinderprinzenlied, welches mittlerweile ein Ohrwurm geworden ist, wurden die akrobatischen Bewegungen seitens der Gäste kräftig mitgemacht.

Wenn die Kinderprinzengarde dabei ist, wird natürlich auch getanzt und zwar zuerst der Garde- und dann der Stippeföttche-Tanz, bei dem auch das Kinderprinzenpaar und der Adjutant Yannick mitmachen.

Damit bei den Kindern immer alles rund läuft, sorgen die Betreuer für die Garde und der Hofmarschall Hajo Hering für das Kinderprinzenpaar.

Was nicht so oft vorkommt ist, dass das „große“ Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar zusammen auf der Bühne stehen. Das war in dieser Sitzung der Fall.

Unter großem Applaus zogen Prinz Dirk und Prinzessin Martina in Begleitung des Hofstaats sowie der beiden Prinzengarden auf die Bühne. Für Dirk und Martina ist es immer ein besonderes Ereignis, auch älteren Menschen den Frohsinn herüber zu bringen. Nach ihrem „gefühlten“ Prinzenlied stand natürlich auch das gemeinsame Lied mit dem Kinderprinzenpaar an, bei dem dieses durch Handpuppen von Aktiven auf der Bühne, untermalt wurde.

Fazit dieser Sitzung ist: es war ein tolles Programm, eine Superstimmung und die Präsidentin Janie Boms-Homann war über sich selbst hinaus gewachsen und präsidierte, als ob sie noch nie etwas anderes gemacht hätte.       (Text: Marlene Katz)