Tanzgarde Alt Viersen stellt sich neu auf und startet in die närrische Session

Auf der Bühne am Remigiusplatz begeisterte die Tanzgarde Alt Viersen beim Hoppeditzerwachen nach einer langen Corona-Pause mit einem neuen Tanz – doch nicht nur das hat sich verändert.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – „Viva la Vida“ … Lebe das Leben … erklang, als am Donnerstagabend die Tanzgarde Alt Viersen die jecke Bühne beim Hoppeditzerwachen des Viersener Festausschusses eroberte. Endlich wieder tanzen, endlich wieder Karneval. Den Mädchen war die Freude anzusehen, denn während der Corona-Pause hat es einige Veränderungen gegeben. Zwar sind es weiterhin die bekannten Ornate, aus der Tanzgarde Alt Viersen wird allerdings gerade die Tanzgarde Alt Viersen 2020 e. V. unter der Leitung des Vereinsvorsitzenden Marcus Hunziger. Kein Unbekannter bei den jungen Damen, begleitet er die Tänzerinnen doch bereits seit einigen Jahren.

„Viva la Vida“ … Lebe das Leben … erklang, als am Donnerstagabend die Tanzgarde Alt Viersen die jecke Bühne beim Hoppeditzerwachen des Viersener Festausschusses eroberte. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

An den Nagel hängen wollten die Mitglieder ihre Tanzgarde während der langen Corona-Monate nicht, schließlich waren sie mehr als einmal in der Staatskanzlei Düsseldorf zu Gast oder zeigten bei benachbarten Karnevalsgesellschaften bis hin nach Venlo ihr Können. An seine Seite hat sich Hunziger vier Frauen geholt. Stellvertretende Vorsitzende ist Kathrin Bourokostas, das Amt der zweiten Stellvertreterin besetzt Ina Missing-Prohl, als Kassiererin konnte Christiane Münster gewonnen werden und die Aufgabe der Fundusmeisterin übernimmt seine bessere Hälfte Birgit Hunziger. Als Trainerin konnte mit Maike Gütjens ebenfalls eine bekannte Viersenerin, en Mädche us em Roahser, gewonnen werden. Gütjens absolviert zurzeit eine Ausbildung zur Tanzlehrerin, perfekt für die neuen Moves der Mädchen.

Diese allerdings gab es in den vergangenen Monaten zunächst nur per Video und kleineren privaten Treffen, denn trainieren war aufgrund der aktuellen Situation noch nicht möglich. Zudem ist der Verein in Gründung auf der Suche nach einem Trainingsraum in Viersen, damit die aktuell 16 Mädchen bald wieder loslegen können. Etwas geschrumpft während des letzten Jahres ist die Truppe, einige der jungen Damen waren einfach herausgewachsen oder haben sich Studium und Beruf zugewandt.

Zwar sind es weiterhin die bekannten Ornate, aus der Tanzgarde Alt Viersen wird allerdings gerade die Tanzgarde Alt Viersen 2020 e. V. unter der Leitung des Vereinsvorsitzenden Marcus Hunziger. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Als jüngste Tänzerin ist aktuell Ella-Mae (9) dabei, wer jedoch ebenfalls Mitglied werden möchte, sollte mindestens 11 Jahre alt sein. Die Tanzgarde Alt Viersen 2020 e. V. freut sich über Verstärkung, wenn die Bretter, die die Welt bedeuten, zu den nächsten Auftritten rufen. Diese stehen aktuell allerdings noch nicht fest, da Marcus Hunziger zunächst die pandemische Lage abwarten möchte. Gerne können Auftritte unter freiem Himmel angefragt werden, in geschlossenen Räumen stehen diese zunächst nicht im Plan. Wer mittrainiert muss zudem getestet werden – egal ob geimpft oder genesen.

Anfragen beantwortet der Vorsitzende gerne unter der Mailadresse marcus@familie-hunziger.de – hierüber können sich zudem interessierte Sponsoren melden, welche die alte-neue Tanzgarde in Viersen und damit neben dem karnevalistischen Brauchtum auch die Nachwuchsarbeit unterstützen möchten. So übernahm beim Hoppeditzerwachen das Café Becker vom Gereonsplatz die Verpflegung der Mädchen und spendierte ausreichend süße Berliner. Hierzu passt dann perfekt der Haupttanz der Garde in blau und weiß mit „Oh wie schön“ von Cat Ballou, wenn die Zuschauer mitsingen: „Ich ben Lokalpatriot … Ich heb einfach des Geföhl ich bin zu huus.“ (ea)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming