Tausende Besucher flanierten über den Viersener Martinsmarkt

Kleine Engel lasen Geschichten, Fördervereine hatten im Vorfeld mit den Kindern gebastelt und gemalt – präsentierten ihre Werke im Viersener Clubzimmer, während sich ein vielfältiges Warenangebot durch die Fußgängerzone bis hin zu Sankt Martin „höchstpersönlich“ zog.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Zwei Tage lang lockte der Martinsmarkt erneut in diesem Jahr in die Innenstadt, die passend zur bevorstehenden Adventszeit bereits im Licht der Winterbeleuchtung erstrahlte, während die herbstlichen Dekorationen die Martinszeit begleitete. Mehr als 65 Stände gaben mit ihrem breiten Produktangebot den Blick frei auf die ersten Weihnachtsgeschenke, darunter Bleiverglasungen, Tiffany-Arbeiten, Krippen und Engel, auf Met und Tee, Selbstgenähtes und Selbstgestricktes. Dicht an dicht reihten sich die interessierten Besucher aneinander, manchmal ging es nur mit kleinen Schritten voran, doch die Gegebenheiten boten die Möglichkeit auch einmal näher hinzusehen beim Flanieren vorbei an den Ständen oder eine der zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten zu versuchen. Durch das milde Wetter genossen viele das kühle Eis, für andere war der erste Glühwein ein „Muss“, mal mit „Wattwürmern“, mal mit süßen Waffeln.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Während die Mägen sich nach und nach auf dem Weg durch die Fußgängerzone füllten, wartete auf dem Remigiusplatz erneut das „Viersener Clubzimmer“. Beheizte Zelte gaben den Lions, dem Inner Wheel Club, dem Rotary- und Zonta-Club Platz sich vorzustellen, während in Holzhäusern gemeinnützige Organisationen und Vereine für ihr Angebot warben, mit welchem die engagierte, meist ehrenamtliche Arbeit unterstützt wurde.

Das bunte Angebot ergänzte unter anderem die Grundstücksmarketing-Gesellschaft mit ihrer Kinderwelt, boten eine Malaktion und Kinderschminken an, halfen beim Bemalen von Taschen oder T-Shirts und verzauberten mit Engel-Tattoos, an das ebenfalls die 8-jährige Anna ihr Herz verlor, als Rolf Grandjean mit einer Blaskapelle vorbeizog und verkleidete Walking Acts die Wartezeit auf Sankt Martin verkürzten.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Dieser hatte viel zu tun am Sonntagmittag, als sich schnell eine Traube kleiner Fans um ihn versammelte. Schließlich galt es nicht nur Sankt Martin höchstpersönlich zu treffen, dieser hatte zudem leckere Naschereien aus fairem Handel mitgebraucht. 500 Martinstüten waren im Vorfeld gepackt worden von Helferinnen und Helfern des städtischen Citymanagements und des Werberings Viersen, die neben etwas Schokolade auch Obst nicht vergessen hatten. Mit dem Fair-Trade-Aspekt wurden die Leckermäulchen direkt noch auf einen gerechten Handel weltweit aufmerksam gemacht – passend zum Fest des Teilens und die berühmteste Tat des Heiligen, die Teilung seines Mantels mit einem bedürftigen Bettler am Stadttor von Amiens, an die seit weit mehr als 1.000 Jahren am Martinsfeuer erinnert wird. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming