Tiefensammler: Viersener FDP bezweifelt die Ausführungen der NEW

In einer Sondersitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Klimaschutz berichtete die NEW, wie es zu den Pannen und den Mehrkosten von 2,8 Millionen Euro beim Bau des Tiefensammlers kommen konnte. Aber diese Ausführungen stellen die Viersener Freidemokraten nicht zufrieden.

Viersen – Der Fraktionsvorsitzende Stefan Feiter kritisiert: „Da ist kaum etwas gesagt worden, was wir nicht schon am 1. September im Rat gehört hätten.“
Auch der Vorsitzende der Viersener Liberalen Frank a Campo sieht weiter viele Fragen offen. Er bezweifelt die Aussage der NEW, dass das für den Schaden ursächliche Aufschwimmen der Vortriebsrohre im Grundwasser ein bislang weitgehend unbekanntes Phänomen ist. „Das ist Schulbuchphysik, die jeder kennt. Und auch zu den angeblich unvorhersehbaren lokalen Verklebungen des Bodens wird man im Internet schnell fündig. Die Frage ist, ob die Gefahr des Aufschwimmens und die Möglichkeit von Schwankungen der Bodenbeschaffenheit bei der Bauplanung hinreichend berücksichtigt wurden. Dazu hat die NEW uns nichts Überprüfbares gesagt.“

Nach wie vor haben die Viersener Liberalen Zweifel an der Aussagekraft eines von der NEW bezahlten Gutachtens, das die NEW und die beauftragte Baufirma von der Verantwortung für die teure Baupanne freispricht. Stefan Feiter meint: „Es geht um 2,8 Millionen Euro, und die sollen jetzt von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt bezahlt werden. Es ist mir unverständlich, dass die Bürgermeisterin und ihre Partei, die Grünen und FürVie ein solches für die NEW hochwillkommenes Gutachten einfach akzeptieren und kein unabhängiges Gegengutachten einholen wollen.“

Tiefensammler Viersen
Tiefensammler Viersen – Foto: Rheinischer Spiegel