Tönisvorst: Neubau und neues Außengelände der Kita St. Antonius eingeweiht

Etwa 19 Monate dauerten Neubau, Abriss des alten Gebäudes und Neugestaltung des Außengeländes der Horizonte Kita St. Antonius in Tönisvorst. Knapp 2.050.000 € kostete das Projekt.

Tönisvorst – Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit entstand innerhalb von gut anderthalb Jahren auf dem Gelände der alten Kita ein moderner Backsteinbau mit neuem Außengelände für die Kinder. Die Corona- Pandemie verhinderte die Grundsteinlegung und das Richtfest. Am Mittwoch, den 8.9.2021 ließ es sich der Träger Horizonte nicht nehmen, endlich seinen Gästen und der eingeladenen Presse das fertige Neubauprojekt zu präsentieren.

„Herein, herein, wir laden alle ein!“, singen die Kinder der Kita und begrüßten damit Gäste im Außengelände bei strahlendem Sonnenschein. Unter ihnen war auch Bürgermeister Uwe Leuchtenberg, der sich es nicht nehmen ließ einen Blick auf das neue Gebäude zu werfen.
„Lange war nicht klar, ob wir die Einweihung unserer neuen Kita in der Pandemiezeit feiern können. Doch nun stehen wir alle hier, um gemeinsam zu feiern!“, freut sich Sylwia Digiacomo, Geschäftsführerin der Trägergesellschaft Horizonte aus Viersen.

V.l.n.r. Sina Cremer (Kita-Leitung), Uwe Leuchtenberg (Bürgermeister), Sylwia Digiacomo (Geschäftsführerin Horizonte), Stefanie Müller (Gemeindereferentin St. Cornelius), Propst Dr. Thomas Eicker. – Foto: Horizonte

Im Oktober 2019 begannen die Bauarbeiten im vorderen Bereich des Kita Geländes. Gleichzeitig lief der Kita-Betrieb im alten Gebäude weiter. Fertig gestellt war der Bau ein Jahr später und im Dezember 2020 konnten die Kinder und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umziehen. Der Abriss der Alten Kita verzögerte sich aufgrund schlechter Wetterverhältnisse auf Anfang März 2021. Dafür wurde das Außengelände um so schneller fertig. Acht Wochen nach Abriss war das Bauprojekt offiziell fertiggestellt. Für die gesamte Baumaßnahme war die Firma dekon Bau & Immobilien- Entwicklungsgesellschaft mbH aus Münster als Generalübernehmer zuständig.

Das 800 qm große Kita-Gebäude hat zehn sogenannten Funktionsräume, in denen die Kinder ihre Spielideen umsetzen können. Eine Turnhalle, ein Bistro, eine Bücherei mit Vorlese und Kuschelecke, ein Bau- und ein Forscherraum, zwei Rollenspielräume und drei Ateliers zum Werken, Malen und Töpferarbeit gehören dazu. Für die unter Dreijährigen (U3) gibt es drei abgetrennte Nestgruppen, mit eigenem Schlaf- und Essraum, die den jüngsten Kita-Besuchern einen geschützten Raum bieten. Die Kita bietet zur Zeit 83 Kindern Platz. Insgesamt 14 pädagogische Fachkräfte betreuen und fördern die Kinder ihrem Kita-Alltag. Unterstützt werden sie von einer Auszubildenden und einer hauswirtschaftlichen Kraft.

Das Außengelände ist ein besonderes Schmuckstück der Kita. Auf 6.730 Quadratmetern ist viel Platz für die verschieden Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Es gibt einen abgeteilten U3 Bereich mit Sandkasten und Mini-Nestschaukel, eine Wasserspielanlage mit Pumpe, ein Rutschhügel, ein Kletterschiff, eine große Nestschaukel, ein Sandkasten mit „Matschküche“, eine Bobbycar-Bahn, ein kleiner Fußballplatz, Beete mit Gemüse, Obstbäumen und Beerensträuchern.
„Für mich das schönste Außengelände der Welt!“, findet Sina Cremer, kommissarische Leitung der Kita St. Antonius. „Ein echtes Kinderparadies!“, wie ihr eine Mutter vor Kurzem sagte. Zwar durften die pädagogischen Fachkräfte anfangs wegen Corona noch nicht offen arbeiten, so Cremer. Aber seit einigen Wochen können sie gemeinsam mit den Kinder die Kita erobern und die vielfältigen Spiel- und Lernmöglichkeiten nutzen.

Die 2.050.000 Euro Gesamtkosten werden mit 63% vom Land NRW und mit 290.000 Euro vom Bistum Aachen und der Stadt Tönisvorst bezuschusst. Den Rest trägt die Trägergesellschaft Horizonte. „Ziel des Neubaus war es, eine Kita zu bauen, die den Anforderungen der heutigen Zeit und der Bedarfe entspricht.“, so Digiacomo. Die neue Kita wird nun den Anforderungen einer modernen, offenen Pädagogik, dem gesteigerten Bedarf an Betreuungsplätzen und der Energieeffizienz einer aktuellen Bauweise in allen Punkten gerecht, erklärt die Geschäftsführerin.

Eine katholische Kita erhält zur Einweihung auch immer Gottes Segen. Diesen spendeten die Gemeindereferentin Stefanie Müller und Propst Dr. Thomas Eicker unter tatkräftiger Mithilfe der Kinder. „Als die Jünger die Kinder wegschicken wollen, wird Jesus richtig sauer. Er sagt: Lasst die Kinder zu mir kommen!“, erzählt Propst Eicker den Kindern. Und an die erwachsenen Gäste gerichtet rät er, wie die Kinder zu bleiben, so fröhlich und neugierig. Gemeinsam mit Frau Müller ziehen die Kinder im Abschluss von Raum zu Raum und spenden Gottes Segen. (opm/paz)

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