Tornado legt frühsteinzeitliche Felsenmalerei in Boisheim frei

Einem aufmerksamen Spaziergänger ist es zu verdanken, dass der sensationelle Fund eines Felsenbildes aus dem Jungpaläolithikum in Boisheim nicht den Aufräumarbeiten nach dem Tornado der vergangenen Zeit zum Opfer fiel.

Viersen-Boisheim – Es ist zunächst nur ein Fragment eines Felsenbildes, das durch den Tornado an die Oberfläche gerissen wurde. Doch ersten Untersuchungen zufolge scheint sich unter der mächtigen Baumwurzel ein Hohlraum zu befinden, der Boisheim berühmt machen könnte. Seit den frühen Morgenstunden wird das Gebiet um die umgestürzte Fichte mitten in der von dem Tornado geschlagenen Baumschneise abgeriegelt. Ein erstes Team aus Archäologen ist vor Ort.
Auslöser ist ein flacher Stein, so groß wie drei Handflächen, auf dem frühsteinzeitliche Jäger abgebildet sind, die mit Speeren einen übergroßen Smiley zu jagen scheinen. Die Entdeckung wird sich zu einer Sensation ausbreiten, bestätigt Prof. E. Th. Nologie, Leiter der Forschergruppe Pikturë-Shpellë. Nicht nur der Fund eines Felsenbildes, auch die ungewöhnliche Abbildung eines Smileys werfe Fragen zu unserer heutigen Emoji-Gesellschaft auf. Die gefundene Darstellung könnte so die Forschungen um die bereits vor Jahrhunderten durch eine Naturkatastrophe ausgestorbenen Gattung der Smileys um Jahre schlagartig vorantreiben.

In den kommenden Tagen werden Wissenschaftler den Fund durch eine Radiokohlenstoffdatierung zeitlich genau zuordnen können. Foto: Rheinischer Spiegel

„Die älteste Parietalkunst, abgeleitet von dem französischen Wort ‚Wand‘, konnte auf 35.000 Jahre zurückdatiert werden“, so Prof. E. Th. Nologie. „Erste Forschungen fanden in den südfranzösischen Höhlen statt. Bis heute werden Felsenbilder auch unter anderem von den Stämmen der San oder den Aborigine hergestellt. Wir gehen davon aus, dass durch eine Klimaveränderung, ausgelöst durch einen Meteoritenschauer, die Smileys von der Erde verschwanden. Einige meiner Kollegen haben ihre Forschungen soweit untermauern können, dass die Abbildung des Smileys deshalb so fest mit der Entwicklung des Homo sapiens verbunden ist, weil sich die Smileys im Laufe der Zeit vom Wildtier zum haustierähnlichen Höhlenbewohner entwickelt haben. Durch unsere gesellschaftliche Veränderung und eine Aktivierung der im Zentrum des Gehirns befindlichen Zirbeldrüse erfolgt schrittweise die Rückbesinnung auf die Zeichensprache unserer Vorfahren und somit auch auf die Smileys.“
Während ursprünglich die Höhlenmalerei das Jungpaläolithikum beeinflusst, seien Felsenbilder aus dieser Epoche selten, könnten meist nur späteren prähistorischen Zeitbereichen zugeordnet werden. Der jüngere Abschnitt der eurasischen Altsteinzeit (vor ca 40.000 Jahren) bis zum Ende der letzten Kaltzeit (ca. um 9.700 v. Chr.) wird als Jungpaläolithikum bezeichnet. Archäologen setzen diesen Zeitabschnitt mit der Einwanderung des „anatomisch modernen Menschen, des Homo sapiens, nach Europa gleich.

Der nun in Boisheim freigelegte Fund sei eine Mischung aus einem Petroglyphen, einem geritzten Felsenbild mit einer Kohleverbindung und hervorragend durch die unterirdische Lagerung sowie den Schutz der Baumwurzeln erhalten.

Archäologen sichern aktuell den Hohlraum unter der mächtigen Baumwurzel.
Foto: Rheinischer Spiegel

„In den kommenden Tagen werden wir eine Datierung des Fundes vornehmen“, ergänzt Prof. E. Th. Nologie. „Hierzu werden die Stilmerkmale relativchronologisch bewertet und die Holzkohle mit Hilfe einer Radiokohlenstoffdatierung absolutchronologisch bestimmt.“
Hierbei handelt es sich um ein Verfahren zur radiometrischen Datierung kohlenstoffhaltiger, insbesondere organischer Materialien, in einem zeitlichen Anwendungsbereich zwischen 300 und 60.000 Jahren – entwickelt 1946 von Willard Frank Libby.

Gleichzeitig wird ein archäologisches Team den Bereich um die Wurzeln in Teilbereichen sichern, um so weitere mögliche Überreste freizulegen. „Ich sehe durchaus einen Zusammenhang mit den umfangreichen Felsbildern im Tassili n‘ Ajjer im Süden von Algerien oder den Felsbildplätzen in den Ostalpen. Die Abbildorte von geometrischen, anthropo- und zoomorphen Symbolen, die Jahrhunderte lang gesucht wurden, stellen eine direkte Parallele nach Viersen-Boisheim her.“ Ähnlich wie die Felsenbilder in Österreich und Südtirol, die eine Fortsetzung archaischer Sinngebungen und Symboliken bis ins Mittelalter, teilweise sogar bis in die jüngere Zeit darstellen würden, könnte auch die Boisheimer „Smiley-Malerei“ eine erste Parallele zu unserer heutigen Emoji-Sprache darstellen und einen Blick auf die zukünftige Zeichensprache kommender Generationen werfen. (S. A. Tire)

Achtung Satire! Wir freuen uns, dass Sie geneigter Leser sich bis hierhin durch unseren Bericht gewühlt haben. Ein Smiley auf einer Felsenmalerei ist allerdings eher unwahrscheinlich, ein Fund in Boisheim vielleicht sogar möglich. Die Möglichkeiten der Datierung, ebenso die Ortangaben tatsächlicher Funde, stammen dagegen nicht aus der Fantasie des Schreibers. So hoffen wir, dass unser Bericht Ihnen mit einem Lächeln den Tag versüßt und wünschen einen fantastischen Start ins Wochenende. Ihr Team des Rheinischen Spiegels! (dt)