Tradition des Kinder-Singens im St. Irmgardis-Krankenhaus

Seit vielen Jahren ist es eine schöne Tradition im St. Irmgardis-Krankenhaus, dass Kinder einer Tagesstätte kommen, um für die Patienten auf den Stationen (und teilweise auch direkt auf deren Zimmern) Martinslieder zu singen. Auch in diesem Jahr kamen rund drei Dutzend Kita-Kinder des benachbarten Familienzentrums in das Süchtelner Krankenhaus.

Viersen-Süchteln – Pflegedirektor Clemens Roeling begleitete die Mädchen und Jungen durch das Haus. In den Besucherecken jeder Station stellten sich die Kinder auf, um von der Gitarre begleitet ihre Lieder zu singen. Zwei Kinder übernahmen dabei besondere Rollen. Sie stellten St. Martin und den Bettler dar – und das sehr authentisch: „St. Martin“ mit Helm, dunkelrotem Samtmantel und Schwert, der „Bettler“ mit einem Flickenumhang bekleidet. „Das ist wirklich der echte St. Martin“, rief eines der Kinder begeistert zu Beginn des Rundgangs.

Verständlich, dass die Kinder (allesamt noch im Vorschulalter) Patienten und Besuchern im Eingangsbereich ein Lächeln ins Gesicht zauberten. So viele Kinder auf einem Fleck – und ein paar davon noch im Kostüm – sind in einem Krankenhaus halt nicht alltäglich.

Durch das gemeinsame Singen der Patienten und Kinder entstand schnell eine herzliche und heitere Atmosphäre. Manche Patienten vergaßen für den Moment, dass sie sich wegen Krankheit oder aufgrund eines Unfalls im Krankenhaus aufhielten. „Den Kindern gelingt es mit ihrer unkomplizierten Art, durch ihren Gesang und ihre Begeisterung, den Patienten etwas ganz Besonderes zu bieten“, freute sich Thomas Becker, Kaufmännischer Direktor des Hauses. „Das spiegelt den guten Geist von St. Martin wider.“

 

Foto St. Irmgardis: Die Kita-Kinder des Familienzentrums erfreuten Patienten und Besucher im St. Irmgardis-Krankenhaus mit ihrem traditionellen Martins-Singen. Pflegedirektor Clemens Roeling (l.) begleitete sie durch das Haus.