Traditionelle Karnevalsmesse am Tulpensonntag in St. Michael

„Wenn de jenoch has von all dem Driss, nimm dir e Hätz un sing HALLELUJA“. Ein absolut stimmiges Lied für die Karnevalszeit wie natürlich auch sehr passend bei der traditionellen Karnevalsmesse am Tulpensonntag in St. Michael in Odenkirchen, Auf der Höhe. Wenn dieses „Loblied“ bei den Karnevalssitzungen erklingt, reißt es alle von den Stühlen und singen enthusiastisch mit. Es entfacht eine befreiende Wirkung, und so sangen auch die KirchenbesucherInnen kräftig mit.

Mönchengladbach – Passend mit „Еinmal Prinz zo sin“ zogen das Stadtprinzenpaar Dirk I. mit Niersia Martina und das Kinderprinzenpaar Lukas II. mit Lara I. mit ihrem Gefolge ein. Danach folgten die bunt kostümierten Messdienerinnen, als Lektor Dr. Helmut Deden, Vorsitzender und Präsident von Ruet-Wiss-Okerke, Kommunionhelferin Elke Schmitz und Pfarrer Michael Röring.

Letzterer hieß alle zur Messfeier herzlich willkommen und dankte SE BEU GRUPP, die erneut die musikalische Gestaltung übernommen hatte. Ihr gelang es wieder mit vielen kölschen Liedern, zu denen es ein buntes Liedblatt gab, die Besucher*Innen zum Singen und Schunkeln zu animieren, u.a. mit “Lange Samstag en d’r City“, „Мer bruche keiner“ und „Drink doch eine met“.

Burggräfin Petra Heinen-Dauber

Zuvor hatten u.a. schon Platz genommen die diesjährige Burggräfin, Petra Heinen-Dauber, Burggraf Günther Pilz, der neue MKV-Chef Gert Kartheuser, Mitglieder von Ruet-Wiss und aus Wanlo das „Dreigestirn“, verwunderlich nur als „Zweigestirn“, Prinz Tom (Meuser) und Jungfrau Michaela (Michael Schmitz), Bauer Eckart Spanier fehlte. Die Anzahl der Kirchenbesucher*Innen ließ in diesem Jahr leider etwas zu wünschen übrig.

Pfarrer Röring hielt diesmal keine übliche Predigt, sondern erzählte viele Witze aus dem vielfältigen kirchlichen Leben. Besonders der folgende Witz beschreibt treffend die Problematik im Vatikan: „Gott Vater, Jesus und der Heilige Geist überlegen, wohin sie wohl dieses Jahr in den Urlaub fahren sollten. Da kommt der Vorschlag: „Wie wäre es denn mit Rom?“ Der Heilige Geist stimmt freudig zu: „Oh, ja, da war ich noch nicht!“

Zum Schluss meinte der Präsident, dass die Karnevalsmesse zwar mit leisen Tönen, aber nicht minder fröhlich, auf die Restsession einstimmen würde. Das italienische Wort „Carnevale“ besagt: “Das Fleisch wegnehmen – diese Tätigkeit deutet auf den Beginn der Fastenzeit hin.

Die abschließende Einladung von Helmut Deden zum traditionellen Empfang von Ruet-Wiss im Pfarrheim nahmen viele gerne an. Hier wurden noch Orden verteilt, an die fleißige Helferin im Pfarrheim, Elke Schmitz, und an SE BEU GRUPP. Bei einer leckeren Hackfleisch-Lauch-Käsesuppe, Kaffee, Plätzchen und kühlen Getränken klang mit unterhaltsamen Gesprächen ein fröhlicher karnevalistischer Morgen aus.  (Text: Hiltrud Küffner)

 

 

 

Info: Die 33. Karnevalsmesse in Odenkirchen war am Tulpensonntag, 3. März 2019 in St. Michael

Am 1. März 1987 wurde erstmalig in Mönchengladbach eine Karnevals-Messe, mit dem damaligen Pfarrer Joachim K. Plattenteich, gefeiert. Diese Karnevals-Messe war die 1. in Mönchengladbach und ist zur Tradition geworden.

Bei allen hl. Messen waren das Kinderprinzenpaar mit Hofmarschall und der Garde, sowie das Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach mit Hofstaat anwesend.

Pfarrer Plattenteich war von 1985 bis Ende 1987 für diese Pfarre zuständig. Hiernach wurde er Militär-Seelsorger.

Nach ihm kam von 1988 bis 2005 Pfarrer Dr. Josef Vohn, der die Tradition weiterführte.

Ab 2006 bis 2015 zelebrierte Pfarrer Jan Nienkerke diese Karnevalsmesse.

Ab 2016 bis Heute gestaltet Pfarrer Michael Röring diese Messe.
© Archiv Heinz-Josef Katz