TÜV Hessen zeichnet Kreis Viersen aus

In welchem Zustand befinden sich die Kreisstraßen? Welche Bereiche müssen zu welchem Zeitpunkt erneuert werden? Diese und weitere Fragen behält der Kreis Viersen mithilfe einer speziellen Software im Blick.

Kreis Viersen – Zielsetzung ist ein vorausschauendes Erhaltungsmanagement. Anhand festgelegter Kriterien werden die erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen ausgewählt und priorisiert. Als erster Straßenbaulastträger bundesweit wurde der Kreis Viersen 2017 dafür mit einem DIN-Zertifikat ausgezeichnet. Nun hat der Kreis die Re-Zertifizierung seines Straßenerhaltungsmanagements durch den TÜV Hessen erfolgreich bestanden.
Alle drei Jahre werden die Standards und Vorgaben sowie die Einhaltung der festgelegten Ziele und Abläufe durch einen externen Prüfer überprüft. Der TÜV Hessen um Chefauditor Steffen Hess bescheinigte dem Kreis Viersen im Sommer 2020 eine erfolgreiche Arbeit und stellte für die kommenden drei Jahre erneut ein Zertifikat nach DIN ISO 55001 aus.

„In den letzten drei Jahren hat sich unsere Strategie zur systematischen Erhaltung der Kreisstraßen bewährt“, berichtet Andreas Budde, technischer Dezernent des Kreises Viersen, mit Blick auf die Auditierung.
„Wir haben unsere Regel- und Ablaufprozesse stetig weiterentwickelt“, ergänzt Christian Böker, Leiter des Amtes für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen. „Im Jahr 2020 wurden die aktuellen Daten der durchgeführten Straßenzustandserfassung ausgewertet, ins System übertragen und das mehrjährige Maßnahmenprogramm aufgestellt und priorisiert.“
Das Straßenerhaltungsmanagementsystem mit dem priorisierten mehrjährigen Maßnahmenprogramm wird im nächsten Ausschuss für Planung, Bauen und Infrastruktur vorgestellt und im Haushalt 2021 berücksichtigt.

Andreas Budde (r.), technischer Dezernent des Kreises Viersen, und Christian Böker (l.), Leiter des Amtes für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen, freuen sich über die Re-Zertifizierung. Böker präsentiert einen Bohrkern, der den Schichtenaufbau einer Straße gut erkennen lässt. Foto: Kreis Viersen