Übung in der Kita Robend: Evakuierung nach einem „Brand“

In der Kita Robend wird am Samstag, 18. Mai 2019, um 10 Uhr ein „Feuer“ ausbrechen. So steht es im Zeitplan einer Notfallübung unter Federführung des städtischen Jugendamtes. Die Kita wird evakuiert, die Kinder anschließend in der nahegelegenen Kita Steinkreis betreut.

Viersen – An der Übung werden sich die Feuerwehr Viersen, die Kreispolizei, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Notfallseelsorge beteiligen. Außerdem dabei: ein Seminar der Deutschen Psychologen-Akademie. Während der Übung werden die Kinder den Notfall in einer sicheren Umgebung entdecken können. Sie erleben einen spannenden Abenteuertag. Im Anschluss an die Übung können die Kinder an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen und die Leitstelle der Polizei besichtigen.
Ziel des Projekts „Kinder in Notfällen“ ist, dass Kinder und Erwachsene im Ernstfall gut vorbereitet sind. Die Arbeit des städtischen Jugendamtes stellt dabei Krisen und Notfälle in Kindertageseinrichtungen in den Mittelpunkt. Die Spannweite reicht dabei vom Umgang mit leichten Verletzungen bis hin zu Feuerwehr- und Polizeilagen.

Notfälle gleich welcher Art erfordern schnelles und zielgerichtetes Handeln. Wenn ein solches Ereignis eintritt, ist keine Zeit mehr, abzustimmen wie vorgegangen werden muss. Sichere Strukturen und geübte Abläufe sind wichtig. Darum sollen die Ergebnisse aus dem Projekt „Kinder in Notfällen“ einschließlich der Auswertung der Übung in Handlungsempfehlungen münden. Diese Empfehlungen werden in einem „Krisenordner Kita“ zusammengefasst. Der Ordner nimmt die Eins- bis Sechsjährigen in den Blick. Er soll da weiterführen, wo beispielsweise Brandschutzübungen enden.

Das Projekt „Kinder in Notfällen“ wurde 2018 mit einem Planspiel in der Kita Friedrichstraße gestartet. Seitdem wird es regelmäßig durch interne Übungen weitergeführt. Während der Übung am 18. Mai werden die Erwachsenen das Geschehen genau beobachten und lernen, wie die Kinder sich in Notfallsituationen verhalten.
Besonders interessant ist das für die Psychologinnen und Psychologen aus dem Seminar der Deutschen Psychologen-Akademie. Die Begleitung und Auswertung des Geschehens in Viersen ist für sie Teil der Fortbildung für Notfalleinsätze.

Foto: Archivbild Rheinischer Spiegel/Martin Häming