Umbau der Lange Straße: Noch keine Entscheidung über Anwohnerbeiträge

Die Stadt Viersen beantragt Fördermittel für den Umbau der Langen Straße in Dülken. Teil der Neugestaltung ist, die Lange Straße zwischen Westgraben und Peterboroughplatz in eine Richtung für den Autoverkehr freizugeben. Die entsprechenden Beschlüsse fassten der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung sowie der Ordnungs- und Straßenverkehrsausschuss.

Viersen-Dülken – Geht es nach dem in beiden Ausschüssen vorgestellten Zeitplan, erfolgt die Detailplanung im Frühjahr 2018. Über den Förderantrag entschieden würde gegen Ende des Jahres. Dann könnte der Baubeschluss für den Umbau erfolgen. Nach dem Vergabeverfahren für Bauleistungen wäre dann Mitte 2019 mit dem Baubeginn zu rechnen.

Die Öffnung der Langen Straße für den Autoverkehr soll nur für Pkw und Lieferanten gelten. Das Planungsbüro rechnet mit 450 Fahrzeugen pro Tag. Sie sollen die Spielstraße in Richtung Peterboroughplatz befahren dürfen. Die Durchfahrt zur Viersener Straße wird abgepollert. 16 Parkplätze, darunter einer für behinderte Menschen, stehen auf dem Plan. Für Fahrräder gilt in beide Richtungen freie Fahrt.

In Höhe der Kreuzung der Langen Straße mit Am Kesselsturm und Blauensteinstraße soll eine Bremsschwelle den Verkehr zusätzlich verlangsamen. Der Platzbereich rund um den Tien Anton soll neu gestaltet werden. Weitere Stichworte aus dem Aufgabenkatalog der Planerinnen und Planer: Das ehemalige Stadttor soll hervorgehoben und der Brunnen im Bereich Hühnermarkt/Moselstraße neu gestaltet werden.

Aufgrund der Veränderungen durch die Neugestaltung können einige Bäume nicht an ihren bisherigen Standorten stehen bleiben. Sie werden darum ausgetauscht. Mehrere Linden, die inzwischen so groß geworden sind, dass sie die Fenster der Häuser verschatten, werden durch Baumarten ersetzt, die kleinere Kronen bilden. Die gesamte Maßnahme wird nach derzeitigen Voraussagen 1,15 Millionen Euro kosten. Den größten Anteil daran macht der Umbau der Langen Straße aus, der etwas mehr als eine Million kosten wird. Rund 850.000 Euro würden aus Städtebaufördermitteln finanziert. Ob Anwohnende Beiträge für den Umbau zahlen müssen, ist noch nicht abschließend entschieden. Bislang geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die Neugestaltung durch punktuelle Maßnahmen erreicht wird. Für punktuelle Maßnahmen wären keine Beiträge fällig. Das wäre nur dann der Fall, wenn die Umgestaltung als Vollausbau eingestuft würde.