Viersen: Unbekannte verbrannten Wahlplakate des CDU-Bürgermeisterkandidaten

Auf dem Viersener Erschließungsring und am Lichtenberg wurden in der vergangenen Nacht von Unbekannten mehr als ein halbes Dutzend Wahlplakate des CDU-Kandidaten Christoph Hopp verbrannt. 
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Auf dem Erschließungsring zwischen dem Nordkanal und dem Kreisverkehr an der Gladbacher Straße sowie am Lichtenberg haben Unbekannte in der vergangenen Nacht mehrere Wahlplakate des CDU-Kandidaten Christoph Hopp angezündet. Bereits gegen 22:30 Uhr wurde die Feuerwehr Viersen erstmals über brennende Wahlplakate am Lichtenberg und über einen weiteren Vorfall am Erschließungsring rund eine Stunde später informiert.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

„Mit großer Bestürzung haben wir zur Kenntnis genommen, dass ein halbes Dutzend unserer Plakatstandorte in der Nacht zum Dienstag niedergebrannt wurden. Neben der Zerstörung der Plakate wurden Laternen beschädigt und eine erhebliche Brandgefahr ausgelöst“, so der Parteivorsitzende Sebastian Achten. „Angesichts der Stimmungsmache in den Sozialen Medien der vergangenen Tage war es anscheinend nur eine Frage der Zeit, bis wir diese Stimmung auch außerhalb erleben müssen. Die Zerstörung von Wahlplakaten ist nicht nur eine Sachbeschädigung, vielmehr ist es ein Ausdruck von demokratiefeindlichem Verhalten, gepaart mit bloßer Zerstörungswut und Respektlosigkeit gegenüber Menschen, die sich für unsere Heimatstadt im besonderen Maße einsetzen wollen.“

Die CDU Viersen hat bereits eine Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polizei aufgeben. So appelliert der Parteivorsitzende Achten „an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Täter, nicht weiterhin Eigentum Fremder zu zerstören und damit Menschen einer solchen Gefahr auszusetzen“.

Wahlplakate zu zerstören oder zu verbrennen ist kein Kavaliersdelikt, denn Plakat-Zerstörern drohen Geldstrafen oder sogar bis zu zwei Jahre Haft wegen Sachbeschädigung. Das Strafgesetzbuch führt hierzu aus: „Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert.“ Besonders hart fallen Strafen aus, wenn verfassungsfeindliche Symbole auf die Plakate geschmiert werden.

Update: Die Polizei Viersen informierte mittlerweile darüber, dass sie nach Zeugenaussagen einen 20-jährigen Viersener festgenommen haben. Zivile Einsatzkräfte der Kreispolizei sahen den jungen Mann, als dieser ein Plakat anzündete. Die Einsatzkräfte nahmen den Beschuldigten, welcher der Polizei wegen Diebstahldelikten bereits bekannt ist, im Bereich des Bahnhofes vorläufig fest. Der Viersener wurde in der Zwischenzeit wieder entlassen, die Ermittlungen zur Zerstörung verschiedener Plakate der Parteien dauern an. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

 

2 Kommentare

  1. warum wird hier wissentlich falsch berichtet?
    es wurden Plakate verschiedener Parteien angezündet !!! so steht es auch im Presseportal der Polizei

    1. Sehr geehrter Frau/Herr, wenn Sie den Bericht bis zum Ende lesen, finden Sie ein Update mit der Polizeiinfo. Der Bericht entstand allerdings vor der Pressemeldung der Polizei, weshalb nach Veröffentlichung ein Update hinzugefügt wurde.

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