Unwetter in Deutschland – Informationen und Ansprechpartner

Zahlreiche Einsatzkräfte sind in den vom Unwetter besonders betroffenen Regionen Deutschlands vor Ort. Ein enges Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen ermöglicht schnelle Hilfe. Die Bundesregierung stellt fortlaufend aktualisierte Informationen zur Lage, Ansprechpartner für Hilfe und Unterstützung zur Verfügung.

Deutschland – Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte den vom Hochwasser Betroffenen die Unterstützung aller Kräfte unsere Staates bei der Bewältigung der Unwetterfolgen vor Ort zu. Hierbei geht es um die Zusammenarbeit der verschiedenen Ebenen bei der Rettung von Leben, Abwehr von Gefahren und der Linderung von Not.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet vielfältige Informationen zur momentanen Lage in den betroffenen Gebieten. Aktuelle Informationen über die Pegelstände an den Gewässern bietet das bundesweite Hochwasserportal. Die Warn-App NINA informiert Sie mit lokalen Hinweisen zu Gefahrenlagen auf Ihrem mobilen Endgerät.

In den besonders betroffenen Gebieten werden immer noch Personen vermisst. Sollten Sie eine Ihnen bekannte oder nahestehende Person vermissen, wenden Sie sich bitte entweder an das Polizeipräsidium Koblenz oder an die zuständigen Polizeistellen in Nordrhein-Westfalen sowie dem Landkreis Berchtesgaden hier sind Hotlines für die Meldung vermisster Personen eingerichtet.

In zahlreichen Gemeinden Deutschlands wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Die wichtigsten Telefonnummern in den betroffenen Regionen finden Sie auf den Seiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

In Deutschland gibt es drei wichtige Notrufnummern, die ohne Vorwahl aus jedem Netz angewählt werden können:

  • Die Polizei erreichen Sie unter der 110
  • Rettungsdienst und Feuerwehr erreichen Sie unter der 112
  • Bei Fragen an an die Verwaltung Ihrer Kommune, des Kreises, Landes oder Bundes wählen Sie bitte die Behördennummer 115
  • Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie unter 116117
Foto: Hans/Pixabay

Durch Katastrophen können Trinkwasser und Strom beeinträchtigt werden oder ausfallen. Durch das Zusammenbrechen der kommunalen Infrastrukturen kann es in den Überschwemmungsgebieten zu Gesundheitsgefahren kommen.

Hygienische Probleme ergeben sich vor allem dann, wenn die Aufräumungsarbeiten beginnen und Bewohner intensiven Kontakt zu fäkal kontaminiertem Wasser, Lebensmitteln und Gegenständen haben, dies insbesondere im Zusammenhang mit dem Überlaufen der Kanalisation. Und gerade dann kommt es auf die Hygiene an. Auch wenn das Wasser knapp ist: Händewaschen ist trotz allem sehr wichtig für Hygiene und Gesundheit.

Gerade in Pandemiezeiten schützen Sie sich und andere zudem durch die bekannte AHA-Formel: Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske. Die AHA-Formel steht für die folgenden Verhaltensregeln: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und gründliches Händewaschen) und eine Maske tragen.

Um sich gegen Schäden aus Überschwemmungen abzusichern, brauchen Sie meist eine spezielle Police: die so genannte Elementarschadenversicherung. Mit Elementarschäden sind die Schäden gemeint, die durch das Wirken der Natur hervorgerufen werden. Je nach Art des Schadens greift die Hausrat- oder die Elementarschadenversicherung. Prüfen Sie in Ihren Unterlagen, ob ein entsprechender Versicherungsschutz vorliegt. Teilen Sie die entstandenen Schäden Ihrem Versicherer mit, meist auch mit Photos. Entsorgen Sie zerstörte oder beschädigte Gegenstände erst nach Rücksprache mit Ihrem Versicherer. Die Verbraucherzentralen oder Ihr Versicherungspartner bieten Ihnen weitere Informationen rund um die Schadensregulierung.

Die Unwetter haben momentan auch erheblichen Einfluss auf die Mobilität in den besonders betroffenen Gebieten. Hier finden Sie Informationen zu Ausfällen und Einschränkungen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs der Deutschen Bahn sowie Straßensperrungen in Rheinland-PfalzNordrhein-WestfalenSachsen und Bayern.

Das THW rät davon ab, in die Katastrophengebiete zu reisen, um zu helfen. Das könnte die koordinierten Hilfsmaßnahmen gefährden. Sie können sich aber auf folgender Seite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informieren, an wen Sie sich wenden können, um lokal zu helfen.

Die Solidarität mit den Betroffenen der Unwetter ist sehr groß und wächst täglich weiter. Es sind verschiedene Spendenkonten eingerichtet, so haben die Landesregierung Rheinland-Pfalz sowie die Kommunen in Nordrhein-Westfalen Spendenkonten eingerichtet. (opm/Bundesregierung)