VAB gestaltet neues Wohnprojekt am Umgehungsring

Der symbolische erste Spatenstich kam später als erwartet, bereits seit einiger Zeit baut die VAB an der Ecke Brüsseler Allee und Viersener Bahnhofsplatz eine Gebäudezeile, die dem Umgehungsring ein neues Gesicht geben wird.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Die ersten Worte gebührten dem VAB-Vorsitzendem Albert Becker, bevor Aufsichtsrat, Mitarbeiter und politische Vertreter an den bereitstehenden Spaten Platz fanden. An der Ecke Brüsseler Allee und Bahnhofsplatz stehen bereits die ersten Wände des neuen Bauprojektes, nun hatte die VAB zum symbolischen Spatenstich eingeladen. „Nachdem diese Straße hier neu gelegt worden ist, muss sie nun baulich auch genutzt und gestaltet werden. War es in der Vergangenheit das Gewerbe, wollen wir nun bewusst ein Zeichen für das Wohnen setzen“, so Albert Becker.

„Wir haben durch unsere bauliche Konzeption auch eine Lösung gefunden, wie man an einer belebteren Straße gestalten kann. Das bedeutet, dass die allermeisten Aufenthaltsräume zu der Gartenfläche gehen und durch das Gebäude selber geschützt werden. Man wird also ruhig wohnen, wenn der Komplex fertiggestellt ist.“ Nicht nur ein Stück bauen, nicht nur ein Stück soziale Infrastruktur, sondern ebenfalls ein Stück Stadtentwicklung, fuhr er fort und wies auf die Besonderheit der großen Glaswand hin, welche den Komplex miteinander verbinden wird. Sie ist ein „Kniff“ zu dem gegriffen wurde um die Ruhe im Innenbereich der Gebäudereihe zu unterstützen.

An der Ecke Brüsseler Allee und Bahnhofsplatz stehen bereits die ersten Wände des neuen Bauprojektes, nun hatte die VAB zum symbolischen Spatenstich eingeladen. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Das Projekt soll mit einem breiten Spektrum an Wohnungen attraktives und bezahlbares Wohnen in direkter Nähe zu Nahverkehr und Innenstadt bieten. Geplant ist die Fertigstellung im Frühjahr 2023. Für das zweite große Projekt, welches innerhalb der letzten zwei Monate gestartet ist, nimmt nicht nur die VAB viel Geld in die Hand, ebenfalls öffentliche Förderungen flossen ein. 9,4 Millionen Euro investiert die VAB so allein an dieser Stelle, insgesamt wird die VAB bis 2023 mit ihren Projekten über 30 Millionen Euro in Stadtentwicklung, soziale Infrastruktur und Wohnungsfürsorge investieren. „Es geht voran“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Stephan Sillekens (CDU) dazu. „Unsere Aufgabe ist es das Maximale zur Entwicklung unserer Stadt beizutragen. Das tun wir seit Jahren kontinuierlich.“

So entstehen neben den aktuellen Bauarbeiten an den Körnerhöfen 51 neue Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen in Größen von 42 bis 76 Quadratmetern. Hiervon wurden 28 Wohnungen öffentlich gefördert. „Mit dem günstigen Wohnraum und dem Bewohnertreffpunkt ist das Projekt auch ein Beitrag zur sozialen Infrastruktur in der Stadt, der soziale Fürsorge und gemeinschaftliches Leben anstelle von Vereinsamung und Anonymität ermöglicht“, sagt Becker. Wie das ganze Vorhaben genau aussehen wird, das zeigt bereits jetzt das große Schild an der Baustelle: Ein viergeschossiger Baukörper mit hellem Putz, klaren Formen, Arkaden im Erdgeschoss und einem prägnanten Erscheinungsbild durch die Rundungen an beiden Kopfenden. (dt)

Die ersten Worte gebührten dem VAB-Vorsitzendem Albert Becker, bevor Aufsichtsrat, Mitarbeiter und politische Vertreter an den bereitstehenden Spaten Platz fanden. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming