VAB übergibt neue KiTa am Rintger Bach nach Rekordbauzeit

Helle, moderne Räume erwarten die Kinder in der neuen KiTa am Rintger Bach. Noch sind die Räume leer, aber das ändert sich in den kommenden Tagen, denn der zukünftige Träger, die Arbeiterwohlfahrt, wird bereits ab November die ersten, kleinen Bewohner willkommen heißen.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Es war keine einfache Umsetzung für die VAB, die nicht auf einem Kindergartengrundstück, sondern auf einem Grundstück für eine normale Wohnbebauung am Rintger Bach in Rekordzeit eine neue KiTa konzipiert hat. Neben der hervorragenden Bauzeit, konnte zudem der Kostenrahmen eingehalten werden, umso erfreulicher trafen sich am Donnerstag dieser Woche Vertreter der Viersener Aktien-Baugesellschaft (VAB), der Stadt Viersen und dem zukünftigen Träger, der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Viersen e. V. zur symbolhaften Schlüsselübergabe.

Gerade mit Blick auf die gegenwärtigen Probleme sei ein solches Bauvorhaben nicht einfach, waren sich die Teilnehmer einig, die einen Blick auf die letzten Arbeiten am KiTa-Gebäude werfen konnten. Während der Rollrasen gerade noch gelegt wurde, erstrahlte bereits das helle Gebäude in einladendem Weiß mit rotem Dach und leuchtend gelben Farbakzenten. Ein besonderer Dank dafür ging an das Bauunternehmen Terhalle aus Ahaus, das als Generalunternehmer alles zeitgerecht hergestellt hat.

Mit einem großen blauen Schlüssel und im Beisein von Jugenddezernent Ertunç Deniz wurde die KiTa der Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Nadia Khalaf durch Vertreter der VAB übergeben. Foto: Rheinischer Spiegel

Die Bauweise ist eine Premiere für die VAB und ein Ergebnis umweltbewussten Handelns bei der städtischen Wohnungsgesellschaft. „Sie wissen, dass wir uns als VAB damit beschäftigen, wie wir unsere Gebäude nachhaltiger gestalten können. Dieses ist nun der erste Kindergarten, den wir in Holzbauweise gebaut haben. Auch, wenn man es ihm nicht auf den ersten Blick ansieht, weil wir uns dazu entschlossen haben eine konventionelle Wetterschutzschicht aufzubringen“, so VAB-Vorstandsvorsitzender Albert Becker. „Das Gebäude ist zukunftsfit und damit für uns ein Baustein der zukünftigen Bautechnik.“ Es ist der einzige zweigeschossige Kindergarten in der Stadt Viersen – natürlich mit den vorgegebenen Freiflächen. „Es gab leider kein angemessenes Kindergartengrundstück, aber wir haben gesagt, wir stellen uns der Aufgabe. Auch die Zweigeschossigkeit dient natürlich der Nachhaltigkeit.“

Dank sprach ebenfalls Jugenddezernent Ertunç Deniz aus: „Insbesondere freue ich mich, dass wir auf unsere 100 %-Quote näher rücken. Wir haben aktuell eine Versorgungsquote von 99 % im Ü3-Bereich. Daher freue ich mich auch als Jugendverwaltung, dass wir unserem Ziel immer näherkommen.“

Bis zu 75 Kinder in vier Gruppen werden in dem zweigeschossigen Holzbau lernen und spielen – gestartet wird zunächst allerdings zunächst mit 50 Kindern in drei Gruppen Anfang November, also bereits in den kommenden Tagen. Diese teilen sich in eine sogenannte Nestgruppe mit 1 bis 3-Jährigen und in zwei Gruppen mit je zwanzig Kindern bis zu 6-Jahren auf. Nadia Khalaf, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt, freut sich übe die neuen Räume. Zwar sei das Betreuungsteam bereits komplett, wer sich aber bewerben wolle, der sei herzlich willkommen, schließlich ist die nächste KiTa de VAB im Rahser bereits in Arbeit und soll mit fünf Gruppen im Frühjahr 2023 fertiggestellt sein.

„Die Kinder zusammen zu bekommen, ist bei der Eröffnung einer neuen Kita kein Problem, aber wir sind froh, dass wir das Personal zusammenbekommen haben“, zeigte sich Nadia Khalaf zufrieden. „Das heißt übrigens nicht, dass sich niemand mehr hier bewerben darf – da wir auf eine vierte Gruppe erhöhen möchten und immer frühzeitig einstellen. Aber das ist immer die große Sorge im Zuge des Fachkräftemangels, wenn wir eine neue Einrichtung übernehmen im Zuge.“

Für die Räume im ersten Obergeschoss gibt es einen Aufzug und eine Freitreppe vom Balkon zu den Spielflächen hinter dem barrierefreien Gebäude. Die Beheizung erfolgt natürlich, wie bei Neubauten der VAB üblich, CO² frei über eine Wärmepumpe. Das Bauwerk ist damit zukunftsfit. Gut 2,8 Millionen Euro hat die VAB hier investiert – „und liegt damit gegenüber den heutigen Baukosten auch noch in einem günstigen Rahmen“, ergänzte Albert Becker. Ein weiteres Beispiel für den Ausbau der sozialen Infrastruktur der Stadt, an dem die VAB an vielen Stellen beteiligt ist. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel