Veilchendienstagszug – Daten und Fakten

Zu der Pressekonferenz, zu der der MKV, vertreten durch den Vorsitzenden Gert Kartheuser und Schatzmeister Bruno Wiesner, und MGMG (Mönchengladbacher Marketing Gesellschaft), vertreten durch den Geschäftsführer Peter Schlipköter und Prokurist Elmar Eßer, waren zahlreiche Vertreter hiesiger Zeitungen und auch ein WDR-Team erschienen.
Von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach – Kartheuser begrüßte alle auf das Herzlichste. Das Thema und andere am heutigen Morgen war der Veilchendienstagszug.
Zum Prinzen-Paar Axel und Thorsten führte er aus, dass diese in der Session ca. 500 Auftritte haben und immer fit und gut drauf seien.
Am Dienstag war der Empfang im Landtag, zu dem 163 Prinzenpaare mit Gefolge erschienen waren. Für Dieter Beines, der dieses Treffen organisiert, ist das eine wahnsinnige Aufgabe. Unterstützt wird er hierbei von seinem Bruder Horst. Beim Landtag hat dadurch Mönchengladbach sehr gute Karten.
Schlipköter zeigte an, dass Elmar Eßer den Zug im Detail vorstellen werde. Er versprach, dass es der 3. größte und wieder ein schöner Zug werden wird. Die Beteiligung in diesem Jahr ist wieder hervorragend und auch für die Sicherheit ist gesorgt, so dass die Besucher sicher zum Umzug kommen können. Außerdem hat der Veilchendienstagszug eine überregionale Bedeutung.

Foto: Rheinischer Spiegel/Heinz-Josef Katz

Laut Elmar Eßer steht der Zug und soll am 25.02. pünktlich um 13.11 Uhr an der Lüpertzender Straße starten. Er ist in diesem Jahr etwas kleiner, weil 200 Personen wegfallen, aber insgesamt nehmen noch 4.160 Leute teil.
32 Karnevalsgesellschaften, 39 Fremdgruppen (Sponsoren und keiner KG zugehörig), 74 Festwagen (einer mehr als im letzten Jahr), 81 Traktoren sowie Ersatz, 38 Bagagewagen, 53 Fußgruppen (zwei weniger als im letzten Jahr), 28 Tanz- und Funkengarden, 30 Musikkapellen, 3 Reitergruppen und 3 Kutschen sorgen für Stimmung an den Straßenrändern.
Der Zugweg ist wie im letzten Jahr, beginnend an der Lüpertzender Straße und endend an der Goebenstraße. An der Geroanlage stehen wiederum vier überdachte und eine nicht überdachte Tribüne.
Auch findet seit ca. 4 Jahren mit Unterstützung des LVR eine sogenannte Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen statt. Neben der Tribüne am Geroplatz wird Sarah Lierz diesen Leuten den vorbeiziehenden Zug beschreiben. Hierzu erhalten sie ein kleines Gerät im Ohr und erleben so, was im Einzelnen passiert.

Auch für Rollstuhlfahrer hat sich der MKV etwas einfallen lassen. Neben der Tribüne ist ein Podest für sie eingerichtet, was aber leider bis heute nicht großartig frequentiert wurde.
Die Wagen werden auf dem Remegelände so in die Position gebracht, wie sie sich im Zug bewegen. Funkfahrzeuge werden innerhalb des Zuges sein, um das so zu steuern.
Unter Polizeibegleitung setzt sich dann um 11.40 Uhr der Tross Richtung Rathenaustraße in Bewegung. Autos, die am Zugweg parken, sollten von den Besitzern frühzeitig weggefahren werden, denn ansonsten werden sie Dienstagsmorgen ab 7.00 Uhr abgeschleppt.
Um ca. 11.15 Uhr wird die Stadt komplett gesperrt und viele Firmen haben sich bereit erklärt, ihre Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, um die wichtigsten Straßen zu sperren.
Die Absperrung wird erst durch die Polizei aufgehoben, wenn der Zug zu Ende ist und die Reinigung der Straßen erfolgt ist.

Die Vereine werden gebeten, ihre Kartonagen vorher zu entsorgen und des Weiteren gilt ein Konfettiverbot. Denn falls es regnet, ist die Reinigung der Straße umso schwieriger.
Für die Kostümprämierung stellt die Sparkasse eine kleine Tribüne in Höhe der GWSG auf. Dort bekommen dann die Fußgruppen auch ihre Nummer.
An den großen Kreuzungen, wo die Wagen ausholen müssen, werden Absperrgitter aufgestellt. Die Eltern sollten ihre Kinder nicht zu den Wagen schicken, um daneben zu laufen und zu betteln.
Insgesamt sind 300 Ordner zur Absicherung der Wagen notwendig. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt und der deutschen Sprache mächtig sein. Sie wurden entsprechend eingewiesen und erhielten hierüber eine Quittung. Sie dürfen nicht telefonieren und auch keinen Alkohol trinken. Weiter müssen sie wissen, wo die Feststellbremse am Traktor ist. Aber ohne Zustimmung von Elmar Eßer darf kein Fahrzeug abgehangen werden. Außerdem müssen sie Eltern und Kinder von den Wagen fernhalten.
Ein Riesenthema sind Pferde im Brauchtum. Auch hier ist Vorsorge getroffen, um die höchst mögliche Sicherheit zu gewährleisten.

Am Zugweg befinden sich 13 Unfallhilfsstellen und auch sonstige Helfer und Sanitäter sind entlang des Weges immer zur Stelle.
Bezüglich des Sicherheitskonzeptes steht dieses, ist fertig und liegt zur Unterschrift bereit. Hierzu gab es mehrere Sitzungen, aber in jedem Jahr kommen neue Aufgaben und in jedem Jahr wird es fortgeschrieben und den Gegebenheiten angepasst.
Weiter wird auch der schnellst gebaute Wagen und zwar von Montagabend bis Dienstagmorgen vorgestellt. Hierauf ist das Plakat von Nik Ebert zu sehen, das am Dienstag in der Rheinischen Post veröffentlicht wird.
Weiter gibt es einen Wagen von Clean-Up und von der Trabrennbahn sowie dem Flughafen.
Die Zugleitung besteht seit 22 Jahren und 35 Personen sind an dem Wochenende unterwegs, um die Sache durchzuführen. Darum veranstaltet die Zugleitung am 14. Februar einen Abend, an dem sie auch einmal Karneval feiern können.

Nach dieser komplexen Ausführung übernahm Kartheuser wieder das Wort und gab bekannt, dass noch viele Plätze auf den Tribünen frei sind. Wer gut sitzen möchte, sollte so schnell wie möglich bestellen.
Desweiteren wird auf dem letzten Wagen des Zuges das Motto für die Session 2020/21 bekannt gegeben, damit die Gesellschaften mehr Zeit haben, über die entsprechenden Kostüme nachzudenken.
Weiter führte er aus, das es bis jetzt mit dem sehr tollen Prinzen-Paar eine wunderbare Session war. Die Beiden kamen nicht nur in der Stadt gut an, sondern überall gab es die beste Kritik. Sie haben Spaß, sind sehr engagiert und sehr erfrischend, was nicht nur dem MKV sondern auch den Leuten gefällt. Sie verkaufen die Stadt so richtig, denn auch in kleineren Zeitungen wird von ihnen berichtet und das ist ein Riesenerfolg für Mönchengladbach. Die Städte Köln und Düsseldorf sind so richtig neidisch, dass sie nicht als Erste auf diese Idee gekommen waren.
In diesem Jahr hat sich der MKV etwas Neues einfallen lassen und zwar das Karnevalssingen. Dieses findet statt am Mittwoch, dem 19.02. um 18.00 Uhr im Zelt auf dem Rheydter Marktplatz. Ein Kölner Sänger wird nur Karnevalslieder singen und hierzu gibt es dann ein 16-seitiges Heft, in dem die Texte niedergelegt sind. Anschließend geht es weiter mit der Band „Echt Lekker“.
An Altweiber finden die MKV-Veranstaltungen in Mönchengladbach auf dem Eickener Markt statt und in Rheydt im Zelt auf dem Rheydter Markt. (mk)