Venlo: Bürgermeister ruft deutsche Touristen zur Disziplin auf – Bußgelder drohen

Nachdem die Venloer Innenstadt am vergangenen Wochenende von deutschen Touristen meist ohne Blick auf Abstände oder Hygienemaßnahmen geflutet wurde, ruft der Bürgermeister von Venlo zur Disziplin am kommenden Wochenende auf – Gruppen, die aus verschiedenen Haushalten stammen, drohe zudem ein Bußgeld.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Venlo – Am letzten Wochenende war es in der Stadt zu voll, insbesondere deutsche Touristen waren über die Grenze zum Einkauf gereist. Die Stadt Venlo ergreift deshalb zusätzliche Maßnehmen, denn ein überfülltes Stadtzentrum sei während der aktuellen Corona-Krise nicht das Ziel, weshalb eine gesunde Mitte für Einkäufer und Verkäufer gefunden werden müsse.
Da keine Grenzschließungen und Grenzkontrollen in der aktuellen Situation geplant seien, sollen die aktuellen Maßnahmen zunächst von Donnerstag bis Sonntag greifen. Ob es danach Lockerungen geben wird, entscheidet die dann aktuelle Situation.

Die zentrale Botschaft bleibt, dass Venlo nicht für einen unterhaltsamen Tag mit der ganzen Familie während der Corona-Pandemie genutzt werden soll. Einkäufe sollten konzentriert vorgenommen werden und nach Möglichkeit alleine. „Die Maßnahmen wurden sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland gelockert, was zwangsläufig zu mehr Menschenmassen auf der Straße und im Zentrum führen wird. Unsere Bemühungen konzentrieren sich jedoch weiterhin darauf, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, so die Meldung aus Venlo. „Viel hängt auch vom individuellen Verhalten des Besuchers und der Verwendung des gesunden Menschenverstandes bei der Einhaltung der Regeln ab. Im Falle von Exzessen wird jedoch immer noch eine Geldstrafe verhängt.“

Gruppen, die nicht einer Familie angehören oder ohne genügend Abstand unterwegs seien, drohe ein Bußgeld pro Person von 390 Euro. Die Personenzahl in den Geschäften wird reguliert, um den Mindestabstand einzuhalten. Sollte die Innenstadt sich erneut übermäßig füllen, werden Zufahrtsstraßen abgeriegelt und Parkplätze gesperrt. Zudem werden an entscheidenden Punkten Schilder sowie Verkehrsleiter den Verkehrsfluss und die Verteilung regulieren. (dt)

Ein Kommentar

  1. Gut so Herr Bürgermeister
    Bestrafen Sie die Vollidioten mit voller härte. 390,00 € sind eigentlich zu wenig. ( Auch in Deutschland sollen Strafen höher ausfallen) Ich bin für eine Strafe von 700,00 € pro Person. Anders lernen es die Vollidioten nie

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