Vereinbarung mit Dualem System – Kreis und Kommunen einigen sich auf Kostenbeteiligung

Der Landrat des Kreises Viersen hat gemeinsam mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der neun Kommunen eine Abstimmungsvereinbarung mit dem Dualen System geschlossen.

Kreis Viersen – Diese gilt ab dem 1. Januar 2021 und regelt, in welcher Art, in welchem Umfang und – bezogen auf Altpapier – zu welchen Kosten Verpackungsabfälle künftig entsorgt werden. Betroffen sind Abfälle aus der Gelben Tonne beziehungsweise dem Gelben Sack, aus Glascontainern und aus Altpapiersammlungen in der blauen und grünen Tonne.
„Die Vereinbarung ist für die nächsten vier Jahre gültig. Sie garantiert den Kommunen sowohl Planungssicherheit als auch eine höhere Beteiligung des dualen Systems an den Entsorgungskosten – davon profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger im Kreis“, erklärt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Das rein privatwirtschaftlich organisierte Duale System ist für die Erfassung, Sortierung und Verwertung von gebrauchten Einweg-Verkaufsverpackungen zuständig. Im Kreis Viersen ist die Firma Zentek GmbH & Co. KG der gemeinsame Vertreter der insgesamt zehn Systembetreiber des Dualen Systems in Nordrhein-Westfalen.
Der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) führte maßgeblich die zweijährigen Verhandlungsgespräche. Zur Debatte stand unter anderem die Kostenbeteiligung der Systembetreiber an der kommunalen Altpapiersammlung. Künftig wird das Duale System 33, 5 Prozent der Sammlungskosten im Kreis Viersen tragen, ohne an den Papiererlösen beteiligt zu werden. Der Wert entspricht dem Bundesdurchschnitt des Verpackungsanteils in der Papiertonne.
Der ABV wird zukünftig im Auftrag der Kommunen die Abrechnung und Abstimmung mit den zehn Systembetreibern abwickeln.

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