Verfahren eröffnet: Viersener wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern angeklagt

Vor der 1. Großen Jugendkammer des Landgerichts Mönchengladbach beginnt in der kommenden Woche das Verfahren gegen Dirk K. aus Viersen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Herstellung und Verbreitung kinderpornografischer Schriften in 16 Fällen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Viersen/Mönchengladbach – Dem 46-jährigen Angeklagten Dirk K. aus Viersen, der nach einer Öffentlichkeitsfahndung im März 2018 verhaftet wurde, wird vorgeworfen, im Zeitraum vom April 2014 bis zum März 2018 in 16 identifizierten Fällen sexuelle Handlungen an Kindern vorgenommen und diese gefilmt oder fotografiert zu haben. Die Aufnahmen habe er über das sogenannte „Darknet“ verbreitet. Die auf den Aufnahmen abgebildeten beiden Kinder seien im Oktober 2005 bzw. im Februar 2011 geboren. Die Aufnahmen seien in den Wohnungen des Angeklagten in Nettetal und Viersen angefertigt worden. Insgesamt hätten die Ermittlungsbehörden 3.800 einschlägige Bild- und Videodateien bei dem Angeklagten gefunden.
Im Falle einer Verurteilung wie angeklagt drohen Dirk K. zwischen 2 und 15 Jahren Freiheitsstrafe.

Die Hauptverhandlung beginnt am 25.09.2018 um 12:15 Uhr auf Saal A 100. Den Vorsitz führt der Vorsitzende Richter am Landgericht Lothar Beckers. Fortsetzungstermine wurden bestimmt: 11.10.2018, 12:00 Uhr, Saal A 100 – 19.10.2018, 09:15 Uhr, Saal A 100 – 31.10.2018, 12:00 Uhr, Saal A 100

Die Verhandlung ist grundsätzlich öffentlich. Das Gericht kann die Öffentlichkeit zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der beteiligten Personen vorübergehend ausschließen. Der Angeklagte wird von Rechtsanwalt Gerd Meister aus Mönchengladbach verteidigt. Die nach der Anklage geschädigten Kinder treten als Nebenkläger auf und werden von Rechtsanwältin Sabine Appel aus Heinsberg und Rechtsanwalt Dirk Bach aus Eschweiler vertreten.