Verfahren gegen Fußballfans aus Viersen, Krefeld und Mönchengladbach wird eröffnet

Vor der Jugendstrafabteilung des Amtsgerichts Mönchengladbach haben sich ab Donnerstag dieser Woche sieben Angeklagte, darunter Fußballfans aus Mönchengladbach und Viersen, die der Mönchengladbacher Ultra-Szene angehört haben sollen, zu erklären.

Viersen/Mönchengladbach – Gemeinschaftlichen Landfriedensbruch in Tateinheit mit Nötigung sollen sieben Fußballfans, die der Mönchengladbacher Ultra-Szene angehört haben sollen bereits in 2016 begangen haben, als sie sich auf der Rückreise vom Bundesligaspiel VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach befanden.

Die Angeklagten, Sebastian T. aus Issum, Sebastian M. aus Mönchengladbach, Marcel Z. aus Mönchengladbach, Sven C. aus Viersen, Thomas M. aus Grevenbroich, Patrick K. aus Krefeld und Dustin K. aus Mönchengladbach haben waren laut Anklageschrift am Dortmunder Hauptbahnhof auf Fans der Vereine Borussia Dortmund und Bayern München getroffen. Als Teil einer Gruppe von 20 bis 40 schwarz gekleideten und vermummten Personen hätten die Angeklagten beschlossen, den anderen Fans Fanutensilien abzunehmen.

Im Regionalexpress 6 auf der Strecke Dortmund-Bochum seien die Angeklagten mit den weiteren Mittätern durch den Zug gezogen und hätten unter Drohungen, die entsprechenden Personen im Falle der Weigerung „totzuschlagen“, Fanartikel herausverlangt. Dabei seien aus der Gruppe heraus auch Schläge und Tritte gegen einzelne Geschädigte erfolgt. Der Tatablauf sei von den Angeklagten und den übrigen Mitgliedern der Gruppe hinsichtlich der Drohungen und des „Abziehens“ von Fanutensilien vorher so abgesprochen worden, wobei der Angeklagte Thomas M. ein führende Rolle eingenommen habe. (nb/Landgericht Mönchengladbach)