Verhalten bei Sturm: Notruf für Notfälle freihalten – Auf die eigene Sicherheit achten

Aufgrund der aktuellen Sturmwarnung geben Kreisbrandmeister Rainer Höckels und die Stadt Viersen Hinweise für das Verhalten bei gefährlichen Windstärken.

Kreis Viersen – Vermeiden Sie während eine Sturms Aufenthalte im Freien, insbesondere in Parks, Wäldern oder auch Friedhöfen!
Sichern Sie frühzeitig lose Gegenstände auf Ihrem Grundstück und dem Balkon – z.B. Müllgefäße, Gartenmöbel, Spielgeräte, usw.!
Versuchen Sie während eines Sturm nicht Gegenstände, die herumfliegen aufzuhalten!
Nutzen Sie Ihren PKW nur wenn es unbedingt notwendig ist!
Sollten Sie den Notruf 112 oder 110 wählen, fassen Sie sich sehr kurz!
Die Einsatzkräfte können ggf. – je nach Priorität – nicht sofort zu Ihnen kommen. Nutzen Sie den Notruf in der Wartezeit nur dann, wenn sich die Situation stark verschlimmert!
Verhalten Sie sich vorsichtig und informieren Sie sich über die Entwicklung der Wettersituation!
Installieren Sie sich dauerhaft die App NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Dort werden Sie jederzeit über besonders gefährliche Situationen informiert!
Folgen Sie auf jeden Fall den Anweisungen der Behörden, Feuerwehren, der Polizei und den Katastrophenschutzhelfern!
Bewahren Sie Ruhe – auch im Falle eines Stromausfalls!
Helfen Sie Ihren Nachbarn und Menschen, die sich in Ihrer Umgebung befinden!

Wenn etwas passiert
– Folgen Sie auf jeden Fall eventuellen Anweisungen der Behörden, der
Ordnungs- und Sicherheitskräfte.
– Bewahren Sie Ruhe, auch falls der Strom ausfallen sollte.

Bei schweren Unwettern rufen erfahrungsgemäß sehr viele Menschen den Notruf 112 an. Melden Sie darum insbesondere in der ersten Phase des Unwetters nur wichtige und schwerwiegende Ereignisse. Das sind zum
Beispiel:
– Ereignisse mit akuter Gefahr für Menschen
– Komplett blockierte Hauptverkehrsstraßen
– Akute Gefahrenstellen wie lose Dachteile (nicht einzelne Dachziegel!), die auf die Straße stürzen können.

Lebensrettende und dringende Einsätze haben immer Vorrang. Die Feuerwehr kann nicht überall gleichzeitig sein. Die Einsätze werden nach Dringlichkeit abgearbeitet. Es geht nicht schneller, wenn Sie wegen des gleichen Problems mehrfach anrufen.

Bitte überlegen Sie, ob Sie wirklich den Notruf wählen müssen. Viele der Alarme sind vermeidbar. Fahrzeuge und Personal werden unnötig gebunden und fehlen an anderer Stelle. Die ohnehin stark belastete Leitstelle hätte nicht belegt werden müssen.
Wenn Sie beispielsweise abgerissene Äste selbst gefahrlos von der Straße ziehen können, muss nicht die Feuerwehr anrücken. Die kommt nur, wenn Maschinen und Geräte wie Motorsäge und Drehleiter nötig sind. Die Feuerwehr ist nicht dazu da, die Straße von kleinerem Geäst zu reinigen.
Umgestürzte Bäume entfernt die Feuerwehr, wenn eine Gefährdung besteht.
Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Bäume auf Straßen oder Häuser gekippt sind (oder zu kippen drohen). Die Feuerwehr greift nicht ein, wenn ein Baum auf einem Privatgrundstück umgestürzt ist und keine anderweitige Gefährdung besteht. Das wäre dann ein Fall für den Gärtner.