Verschönerungsverein zu Viersen e.V. – Von Baumpflanzern und Leierkastenmännern

Der Verschönerungsverein zu Viersen e.V. „kann nicht nur Hohen Busch“ und so bereicherten die VVV-Mitglieder die Adventszeit in der Fußgängerzone beim klingenden Drehorgelspiel, abgerundet von Glühwein oder Reibekuchen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Die Weihnachtspyramide gab den passenden Rahmen an Edis Glühweintreff für adventliche Musik, die ein wenig Erinnerungen an die Kindheit wachrief. Eingeladen hatte der Verschönerungsverein zu Viersen e. V. zum Drehorgelspiel und zum gemeinsamen Mitsingen.

Die Geschichte des Vereins reicht in das Jahr 1886 zurück, denn zu dieser Zeit besuchte der Viersener Wanderer Jakob Jansen gerne den bis dahin noch recht unbekannten Hohen Busch. Seine Leidenschaft zur Natur machte es möglich den VVV zu gründen um dieses Fleckchen Natur zu erhalten mit dem Ziel: „Sein Zweck ist, die in seinem Eigentum befindlichen Grundstücke aufzuforsten und instand zu halten, neue Grundstücke zur Erweiterung der Grünanlagen und Waldbestände zu erwerben, die im Besitz befindlichen Grundstücke zu öffentlichen Anlagen auszubauen, damit sie der Bevölkerung dienen, und sie vor Zweckentfremdung zu schützen.”

Erste Grundstücke waren Geschenke und die Wilhelmshöhe wurde als Aussichtsterrasse ausgebaut, an die Spender und Förderer erinnern heute noch Gedenksteine, Wege- und Hüttennamen. Im Laufe der Zeit wurde der Besitz erweitert – bis hin zum Eigentum am Bismarckturm, welches 1963 erworben wurde.
Seit Anfang 2019 hat der Verein einen einvernehmlichen Generationenwechsel vorgenommen und mit Philipp Gockel (Geschäftsführer), Maximilian Koehl (Schriftführer), Marc Tappiser (1. Vorsitzender), Christoph Solbach (2. Vorsitzender) und Jochen Scholz (Kassenwart) frischem Wind und neuen Ideen den Weg eröffnet. Fünf junge, heimatverbundene Viersener, die es sich zur Aufgabe gemacht haben den Hohen Busch erneut aufleben zu lassen – oder eben mit einem Drehorgelspiel in der Vorweihnachtszeit begeistern. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming