Veterinäramt und Feuerwehr wappnen sich gegen Tierseuchen

Neben den Gefahren für die menschliche Gesundheit durch die Corona-Pandemie treten in Deutschland derzeit auch zwei hochansteckende Tierseuchen auf, die die Gesundheit von Wild- und Nutztieren gefährden. Seit September wurden in Brandenburg und Sachsen rund 150 Ausbrüche der Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen festgestellt.

Heinrich Römgens von der Feuerwehr und Dr. Ferdinand Schmitz vom Fachbereich Tiergesundheit und Lebensmittelüberwachung haben die Tierseuchenübung koordiniert. (Text + Foto: Stadt MG)

Mönchengladbach – In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein grassiert die „hochpathogene aviäre Influenza“ (Geflügelpest). Seuchenausbrüche wurden auch in zahlreichen Nachbarstaaten diagnostiziert und führen dort bereits zu drastischen Bekämpfungsmaßnahmen.

„Als besonders problematisch muss für beide Tierseuchen festgestellt werden, dass die Virusinfektionen über Wildschweine sowie Wildgeflügel übertragen werden und eine sprunghafte Ausbreitungstendenz besitzen. Das Friederich-Loeffler-Institut hat in einer Risikoabschätzung den Eintrag und die Weiterverbreitung beider Tierseuchenerreger als hoch eingestuft und die nachgeordneten Behörden aufgefordert, sich auf mögliche Seuchenausbrüche einzustellen“, berichtet Dr. Ferdinand Schmitz, Leiter des Fachbereichs Tiergesundheit und Lebensmittelüberwachung der Stadt Mönchengladbach.

Um für einen möglichen Ausbruch von Tierseuchen in unserer Region gewappnet zu sein, organisiert der Fachbereich regelmäßig Krisenübungen mit Unterstützung der Feuerwehr und anderen städtischen Fachbereichen. Gestern (10.11.) wurde mit der Feuerwehr und dem städtischen Gebäudemanagement die Einrichtung eines Logistikzentrums geprobt. Von dort wird bei einem Ausbruch der operative Teil der Tierseuchenbekämpfung organisiert und abgewickelt.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Tierseuchenbekämpfung ist die Kenntnis über alle Nutztierhaltungen in Mönchengladbach. Der Fachbereich Verbraucherschutz und Tiergesundheit bittet deswegen darum, alle noch nicht bekannten Nutzierhaltungen (Schweine, Geflügel, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde) anzuzeigen. Ein entsprechendes Meldeformular befindet sich auf der Homepage der Stadt.