Vielleicht das größte Freiheitsrecht überhaupt

Günter Krings zum Engagement für die Religionsfreiheit
Der Advent und das Weihnachtsfest besitzen für Christen in aller Welt herausragende Bedeutung. Diese Zeit ist geprägt von zahlreichen liebgewonnenen Traditionen, deren Wert uns durch die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen schmerzhaft vor Augen geführt wird.

Dr. Günter Krings

Mönchengladbach – Doch die in Deutschland gewährleisteten Freiheiten, betont der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings, sind keineswegs selbstverständlich: „Religionsfreiheit wird weltweit zunehmend eingeschränkt. Besonders betroffen sind Christen als Angehörige der zahlenmäßig weltweit größten Glaubensgemeinschaft, aber auch Angehörige anderer Religionen werden aufgrund ihres Glaubens diskriminiert und verfolgt.“

Das Engagement für Religionsfreiheit ist der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und auch Günter Krings persönlich als evangelischem Christen ein wichtiges Anliegen. Im Vorfeld der vergangenen Bundestagswahl war der damalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, zu Gast in Rheydt und referierte über das Thema Christenverfolgung.

Günter Krings erinnert sich gerne an diese Veranstaltung zurück: „Wir waren im August 2017 in St. Franziskus bei Pfarrer Klaus Hurtz, und ich war sehr erfreut über die große Resonanz auf unser Angebot. Es ist gut zu wissen, dass der Einsatz für Menschenrechte auch hier in Mönchengladbach Beachtung findet.“

Auch in Berlin, so Krings, gewinne dieser Aspekt zusehends an Gewicht: „Auf Initiative von CDU und CSU ist in dieser Legislaturperiode das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit geschaffen worden. Damit stärken wir das Engagement der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit.“

Der aktuelle Bericht des Beauftragten für weltweite Religionsfreiheit nimmt 30 Länder genauer unter die Lupe, darunter China, Nordkorea, Iran und Saudi-Arabien. Dabei stehen drei Herausforderungen im Mittelpunkt: Zunächst ist der vermeintliche Schutz der Religion nicht selten ein Einfallstor für die Einschränkung der Glaubensfreiheit.

Außerdem wird der zunehmende Einfluss von Online-Hassreden gegen die Religionsfreiheit und andere Menschenrechte, insbesondere die Meinungsfreiheit, als bedrohliche Tendenz identifiziert. Schließlich werden fehlende Zugangsmöglichkeiten religiöser Gruppen zu stattlichen Bildungsangeboten kritisch beleuchtet.

Für Günter Krings ist der Bericht des Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit Anlass, den Einsatz für dieses zentrale Menschenrecht zu intensivieren. Der 51jährige Jurist wendet sich gegen Diskriminierung wegen des Glaubens oder der Weltanschauung: „Gemeinsam werden wir unser Engagement fortsetzen – für bedrängte und verfolgte Christen und solidarisch mit allen religiösen Minderheiten weltweit. Daher werde ich jede Chance zum Dialog mit den Betroffenen nutzen – in Berlin und auch hier vor Ort in Mönchengladbach.“